Rekordmann Nadal bei French Open im Finale

Ohne Satzverlust erreicht Rafael Nadal das Finale der French Open. Im 13. Endspiel hat er die Chance auf den 13. Titel. Für den kleinen Argentinier Diego Schwartzman war Nadal eine Nummer zu groß.
| Von Wolfgang Müller, dpa
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Rafael Nadal erreichte zum 13. Mal das Finale im Stade Roland Garros.
Rafael Nadal erreichte zum 13. Mal das Finale im Stade Roland Garros. © Aurelien Morissard/XinHua/dpa
Paris

Auch der US-Open-Sieger-Besieger hat Rafael Nadal auf dem Weg zum 13. French-Open-Finale nicht stoppen können.

Drei Tage nach seinem Erfolg im Viertelfinale gegen Dominic Thiem wehrte sich Diego Schwartzman gegen Nadal zwar tapfer, war beim 3:6, 3:6, 6:7 (0:7) insgesamt aber doch chancenlos. Der Rekordmann von Roland Garros trifft jetzt im Endspiel am Sonntag (15.00 Uhr/Eurosport) auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aus Serbien oder den Griechen Stefanos Tsitsipas.

Einen Tag vorher haben die deutschen Titelverteidiger Kevin Krawietz und Andreas Mies im Doppel-Finale gegen die US-Open-Champions Mate Pavic (Kroatien) und Bruno Soares (Brasilien) die Chance auf die Wiederholung ihres Vorjahres-Coups. Im Damen-Endspiel stehen sich am Samstag (15.00 Uhr/Eurosport) zuvor die Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin aus den USA und die Polin Iga Swiatek gegenüber.

"Ein weiteres Mal hier im Finale zu sein, ist unglaublich. Das ist ein sehr schöner Moment", sagte Nadal in seiner kurzen Ansprache auf französisch auf dem wegen der Corona-Auflagen nur spärlich gefüllten Court Philippe Chatrier. Mit dem Sieg in 3:09 Stunden gegen den nur 1,70 Meter großen Argentinier zementierte der Linkshänder aus Mallorca seinen Sonderstatus auf den roten Ascheplätzen am Bois de Boulogne. In seinem 101. French-Open-Match feierte er den 99. Sieg.

Zum 13. Mal steht er im Endspiel von Paris, er greift nach dem 13. Titel. Mit seinem 20. Grand-Slam-Triumph würde Nadal zudem mit dem Schweizer Roger Federer gleichziehen, der seine Saison bereits beendet hat. "Ich wusste, dass es schwer werden würde heute", sagte Nadal, "aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe."

Schwartzman wirkte nach seinem Fünf-Satz-Match über mehr als fünf Stunden gegen Thiem anfangs etwas müde. 14 Minuten dauerte das erste Spiel des ersten Satzes, ehe Nadal seinen Aufschlag durchbrachte. Ihm gelang das Break zum 2:0, es folgten jedoch Aufschlagverluste von beiden, ehe Nadal Durchgang eins nach 67 Minuten mit einem 6:3 abschloss.

"Die Nummer eins ist für mich ganz klar Rafael Nadal. Das stand aber schon vor dem Turnier fest, er war immer der Topfavorit", sagte Eurosport-Experte Boris Becker schon vor dem Match und attestierte dem Weltranglisten-Zweiten eine "blendende Verfassung".

Dass Nadal zuletzt beim Masters in Rom die bislang einzige Niederlage gegen Schwartzman hinnehmen musste, schien diesen nicht zu beeinträchtigen. Nadal kontrollierte die Ballwechsel, leistete sich nur wenige Schwächephasen und unterstrich eindrucksvoll, weshalb er der beste Sandplatzspieler der Welt ist. Als Schwartzman im dritten Satz ein Break gelang, konterte Nadal umgehend mit einem Re-Break.

Doch der 28 Jahre alte Schwartzman, der in der neuen Weltrangliste von Rang 14 auf Platz acht und damit erstmals in die Top Ten klettern wird, wehrte sich noch einmal und hielt bis zum 6:6 dagegen. Im Tiebreak aber trumpfte Nadal groß auf und gestattete seinem Gegenüber keinen einzigen Punktgewinn mehr.

© dpa-infocom, dpa:201009-99-890883/3

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