"Quotenschwarzer": Hertha feuert Lehmann nach Aogo-Beleidigung

Diese Nachricht hat Konsequenzen: Nachdem Jens Lehmann Ex-Nationalspieler Dennis Aogo in einem WhatsApp-Chat als "Quotenschwarzen" bezeichnet hat, ist der ehemalige Torhüter seinen Berater-Job bei Hertha BSC los.
| AZ/dpa
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Sorgte mit einer WhatsApp-Nachricht für Aufsehen: Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann.
Sorgte mit einer WhatsApp-Nachricht für Aufsehen: Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann. © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Berlin - Großer Wirbel um Jens Lehmann! Am Dienstagabend hat Ex-Nationalspieler Dennis Aogo einen Screenshot eines WhatsApp-Verlaufs bei Instagram Story gepostet. Er hatte alle Nachrichten, die dem Screenshot zufolge vom Handy von Jens Lehmann stammten, bis auf eine geschwärzt. Rot umrandet hatte der 34 Jahre alte Aogo die Frage: "Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?" Versehen war der Satz mit einem Lach-Smiley vor dem Fragezeichen.

Aogo, der als Experte für den Sender Sky arbeitet, schrieb dazu: "WOW dein Ernst? @jenslehmannofficial Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!"

Diesen Screenshot postete Dennis Aogo am Dienstagabend in seiner Instagram-Story.
Diesen Screenshot postete Dennis Aogo am Dienstagabend in seiner Instagram-Story. © Screenshot Instagram (@dennisaogo)

Nach rassistischer Nachricht: Lehmann entschuldigt sich

Lehmann entschuldigte sich inzwischen bei Aogo. "In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden, für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe. Als ehemaliger Nationalspieler ist er sehr fachkundig und hat eine tolle Präsenz und bringt bei Sky Quote", twitterte Lehmann.

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Gegenüber der "Bild"-Zeitung versicherte der 51-Jährige zudem, die Nachricht sei "überhaupt nicht so gemeint" gewesen, "sondern positiv". Es sei von ihm "unglücklich ausgedrückt" gewesen: "Da die WhatsApp von meinem Handy rausging, übernehme ich die Verantwortung dafür. Es war eine private Nachricht."

Nach Nachricht an Aogo: Hertha schmeißt Lehmann raus

Für den ehemaligen Nationaltorhüter hat die Nachricht Konsequenzen. Bislang war Lehmann als Berater des Aufsichtsrats von Hertha BSC tätig. Investor Lars Windhorst, über dessen Tennor Group der 51-Jährige angestellt war, hat ihm nach Bekanntwerden des Vorfalls das Mandat entzogen.

Präsident Werner Gegenbauer hat das Ende der Amtszeit im Aufsichtsrat begrüßt. "Solche Einlassungen entsprechen in keiner Weise den Werten, für die Hertha BSC steht und sich aktiv einsetzt", sagte der 70-Jährige am Mittwoch: "Hertha BSC distanziert sich von jeglicher Form von Rassismus."

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