Monaco-Action: Crash von Schumacher und Vettel-Probleme

Ferrari ist wieder da! Zumindest nach dem Trainingstag in Monaco. Platz eins für Charles Leclerc, der echte Monegasse im Fahrerfeld. Für Mick Schumacher läuft es nicht so gut. Auch Vettel hat zu kämpfen.
| Von Jens Marx, dpa
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Leistete sich in Monaco einen Crash: Mick Schumacher.
Leistete sich in Monaco einen Crash: Mick Schumacher. © Hasan Bratic/dpa
Monte Carlo

Sebastian Vettel klagte über Probleme mit dem Auge, Mick Schumacher sorgte für ein vorzeitiges Trainingsende - und vorne mischt auf einmal Ferrari mit Lokalmatador Charles Leclerc mit.

Der Auftakttag zum Formel-1-Klassiker in Monaco bot ein Vorgeschmack auf eine mögliche Tausendstelsekundenentscheidung im Kampf um die so wichtige Pole Position und auf die Unwägbarkeiten im Rennen.

Hinter Leclerc, der nach einem Getriebedefekt am Mittag im ersten Freien Training bei der zweiten Einheit die schnellste Runde auf dem 3,337 Kilometer langen Kurs drehte, bestätigte dessen Ferrari-Teamkollege Carlos Sainz Junior, dass mit der Scuderia in Monte Carlo zu rechnen ist.

"Sie sind wirklich stark, es ist überraschend, dass sie sich so verbessert haben. Es ist aber auch großartig", betonte Rekordweltmeister Lewis Hamilton, der auf Rang drei in der schnelleren Nachmittagseinheit folgte. Vierter wurde sein Herausforderer Max Verstappen im Red Bull. Den siebenmaligen Weltmeister und WM-Spitzenreiter von Mercedes und den WM-Zweiten von Red Bull, die im Klassement 14 Punkte auseinander liegen, trennten nur mickrige sieben Tausendstelsekunden. Zwischendurch lagen beide sogar bis auf die dritte Kommastelle gleichauf. "Ich hatte gehofft, wir wären schneller", betonte Verstappen.

Der Kampf am Samstag um die Pole nach dem traditionellen Ruhetag im Fürstentum könnte zum Nerven-Höhepunkt des Wochenendes werden. Wer sie holt, hat auch beste Siegchancen. In den zurückliegenden elf Rennen siegte achtmal der Pilot von Startrang eins.

Doch wie schnell es auch in die falsche Richtung gehen kann, erlebte Mick Schumacher. Vor zwei Jahren fuhr er mal in der Formel 2 auf dem höchst anspruchsvollen Kurs, der keine Fehler verzeiht. In der ersten Trainingseinheit mit einem Formel-1-Wagen kam er auf Rang 18, auch geschlagen von seinem russischen Teamkollegen Nikita Masepin.

In der zweiten Session verlor der 22 Jahre alte Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher die Kontrolle über seinen Haas-Rennwagen und schlingerte über die Strecke, ehe er mit der rechten Fahrzeugseite in die Leitplanken krachte und vor allem das Hinterrad demolierte. Er rollte zunächst noch weiter, musste das Auto aber abstellen. Das Training wurde knapp fünf Minuten früher für beendet erklärt.

Landsmann Vettel reihte sich auf Position zehn ein. Der 33 Jahre alte gebürtige Heppenheimer lag über eine Sekunde hinter der Spitze mit seinem Aston Martin und hatte während des Trainings Probleme mit einem Auge. Es fühle sich an, als würde es bluten, funkte der viermalige Weltmeister an die Box, er sei gerade "super emotional". Sein Auge hatte aber nur getränt. "Auf den ersten Runden ist mir was ins Auge geflogen", erklärte Vettel. "Ideal war das nicht." Seinen Humor behielt er trotzdem und zog auch kurz die vom Team für ihn gebastelte Augenklappe amüsiert auf.

© dpa-infocom, dpa:210520-99-679343/4

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