Mollema gewinnt Pyrenäen-Generalprobe - Pogacar spart Kräfte

Am Sonntag geht es für die Tour in die Pyrenäen. Somit nutzte tags zuvor noch einmal eine Fluchtgruppe ihre Chance. Dabei trat ein Niederländer in die Fußstapfen von John Degenkolb.
| Von Tom Bachmann, dpa
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Mollema vom Team Trek-Segafredo hat die 14. Etappe für sich entschieden.
Mollema vom Team Trek-Segafredo hat die 14. Etappe für sich entschieden. © David Stockman/BELGA/dpa
Quillan

Die Favoriten fuhren bei der Pyrenäen-Generalprobe der Tour de France im Energiesparmodus, Ausreißer Bauke Mollema nutzte die Gunst der Stunde zu einem der größten Erfolge seiner Karriere.

Der Niederländer gewann die 14. Etappe der Tour de France in Quillan als Solist und verwies Bora-Profi Patrick Konrad aus Österreich sowie den Kolumbianer Sergio Higuita auf die Plätze zwei und drei. Tadej Pogacar verteidigte sein Gelbes Trikot des Spitzenreiters ohne Probleme.

In der Gesamtwertung hat Pogacar nun 4:04 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Guillaume Martin, der in einer Fluchtgruppe vertreten war. Mit weiterhin 5:18 Minuten Rückstand ist der Kolumbianer Rigoberto Uran Dritter. Knapp dahinter liegt der Däne Jonas Vingegaard mit einem Rückstand von 5:32 Minuten. Der Jumbo-Profi hatte Pogacar bereits am Mont Ventoux vor Probleme gestellt und wird es am Sonntag wohl wieder versuchen, wenn es auf dem Weg nach Andorra über den mit 2408 Metern hohen Port d'Envalira höchsten Punkt der Tour geht.

Vor den herausfordernden Tagen in den Pyrenäen hatten es eine ganze Reihe von weniger bergfesten Fahrern noch einmal auf einen Etappensieg angelegt. Das Rennen war nervös und allein in der ersten Stunde mit einem Schnitt von etwa 50 km/h enorm schnell. Erst nach gut 100 Kilometern hatte sich schließlich eine Gruppe formiert, zu der auch Bora-Profi Konrad zählte.

Die entscheidende Attacke setzte Mollema bereits 40 Kilometer vor dem Ziel. Er fuhr eine Minute Vorsprung heraus und rettete diesen bis ins Ziel. Dort feierte der Lombardei-Sieger von 2019 den ersten Erfolg für die Trek-Mannschaft bei der Tour seit John Degenkolbs Sieg in Roubaix 2018. Mollema selbst hatte bereits 2017 eine Etappe bei der Tour gewonnen. Konrad versuchte am letzten Anstieg 20 Kilometer vor dem Ziel, allein die Verfolgung von Mollema aufzunehmen, konnte sich vom Rest der Gruppe jedoch nicht absetzen.

Schon vor dem Start hatte sich das Peloton weiter reduziert. Der letztjährige Etappensieger Sören Kragh Andersen und der frühere Bergtrikot-Gewinner Warren Barguil mussten aufgrund der Folgen des Massensturzes vom Freitag aufgeben. Vor dem Start in Carcassonne hatten bereits 32 Fahrer die Tour vorzeitig verlassen müssen.

Unterdessen scheint das deutsche Top-Team Bora-hansgrohe auf dem Transfermarkt aktiv geworden zu sein. Laut des niederländischen Internetportals "Wielerfits" fährt Jai Hindley nächstes Jahr für die bayrische Equipe. Der Australier war 2019 überraschend Zweiter beim Giro d'Italia geworden, blieb in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück. Teams und Fahrer selbst dürfen Transfers laut Reglement erst ab dem 1. August bekanntgeben.

Bei der aktuellen Tour ist Hindley nicht für sein DSM-Team dabei. Folglich fehlt der 25-Jährige auch am Sonntag, wenn die Pyrenäen-Etappen mit der Kletterei nach Andorra eröffnet werden. Das Ziel liegt allerdings nicht an der Skistation Arcalis, wo Jan Ullrich 1997 ins Gelbe Trikot gefahren war, sondern in der Hauptstadt Andorra la Vella nach einer Abfahrt.

© dpa-infocom, dpa:210710-99-333392/4

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