Mischa Zverev gewinnt Marathon-Match

Ein strapaziöses Match musste Mischa Zverev in der ersten Runde der US-Open absolvieren. Nach knapp dreieinhalb Stunden besiegte er den US-Amerikaner Thai-Son Kwiatkowski.
von  AZ/SID
Ein hartes Stück Arbeit: Nach langem Kampf ist Mischa Zverev bei den US Open eine Runde weiter.
Ein hartes Stück Arbeit: Nach langem Kampf ist Mischa Zverev bei den US Open eine Runde weiter. © Michael Noble/AP/dpa

New York - Der an Position 23 gesetzte Mischa Zverev (Hamburg) hat bei den US Open in New York einen überraschenden Erstrunden-K.o. gerade noch verhindern können. Der 30-jährige Linkshänder holte beim 7:6 (7:5), 4:6, 4:6, 7:5, 6:3 im Duell mit dem Weltranglisten-710. Thai-Son Kwiatkowski (USA) einen 1:2-Satzrückstand noch auf.

"Ich habe dreieinhalb Sätze schlecht gespielt und mich auf dem Platz irgendwie nicht wohl gefühlt. Schon im Training in den letzten Tagen lief es nicht gut", sagte der ältere der Zverev-Brüder.

Nach 3:28 Stunden verwandelte Zverev gegen den Collegespieler aus Charlotte seinen fünften Matchball und meisterte erst zum zweiten Mal überhaupt die Auftakthürde in Flushing Meadows. In der nächsten Begegnung trifft der Australian-Open-Viertelfinalist am Mittwoch auf den Franzosen Benoit Paire.

Mischa Zverev war der dritte deutsche Profi nach Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 30) und Florian Mayer (Bayreuth), der am Montag seine Erstrundenpartie überstand.

Vier deutsche Frauen bereits ausgeschieden

Ausgeschieden ist bereits ein Frauen-Quartett. Nach Annika Beck (Bonn) und Qualifikantin Anna Zaja (Sigmaringen) unterlagen zum Auftakt auch Mona Barthel (Bad Segeberg) und Carina Witthöft (Hamburg).

Prag-Siegerin Barthel, die Nummer 51 im WTA-Ranking, hatte beim 2:6, 1:6 gegen Linkshänderin Jekaterina Makarowa (Russland) weniger Chancen als erwartet.

Die Weltranglisten-65. Witthöft vergab beim 5:7, 1:6 gegen Anastasija Sevastova (Lettland/Nr. 16) gleich drei Satzbälle im ersten Durchgang. "Ich hatte meine Chancen. Aber es war schwierig für mich, ihre Stoppbälle zu lesen. Sie ist super gefährlich", sagte Witthöft.

In der Nacht zum Dienstag war auch noch Titelanwärter Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 4) im Einsatz. Am Dienstag bestreiten dann neun weitere DTB-Profis ihre Erstrundenpartien beim mit 50,4 Millionen Dollar dotierten letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres - darunter Titelverteidigerin Angelique Kerber (Kiel/Nr. 6).

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