Lewis Hamilton: Aufregung um sein Baller-Video

Weltmeister Lewis Hamilton ist unumstritten der Fahrer mit dem höchsten Glamour-Faktor in der Königsklasse. Mit seinem Maschinengewehr-Video ist der Engländer allerdings übers Ziel hinausgeschossen.
von  SID
Formel-1-Star Lewis Hamilton musste sein Maschinengewehr-Video wieder aus dem Netz nehmen.
Formel-1-Star Lewis Hamilton musste sein Maschinengewehr-Video wieder aus dem Netz nehmen. © dpa/Instagram

Spa-Francorchamps - Lewis Hamilton teilt sein Leben gerne mit der ganzen Welt. Und weil sich der Formel-1-Weltmeister oft in der Welt von Glitzer und Glamour bewegt, folgen ihm Millionen Menschen auf Twitter oder Instagram, bewundern seine teuren Sportwagen, die Treffen mit Promis aus dem Showbusiness und den Lifestyle eines Multimillionärs. Entsprechend schockiert reagierten Teile der Internet-Gemeinde auf das Baller-Video des Briten, das ihn mit einem Maschinengewehr auf dem Schießstand zeigte.

Einer Schuld war sich Hamilton am Rennwochenende im belgischen Spa nicht bewusst. "Wir hatten einen guten Tag und viel Spaß", sagte er. Allerdings eine Art von Spaß, die nicht nur bei Mercedes-Sportchef Toto Wolff gemischte Gefühle aufkommen ließ. "Lewis ist ein Rockstar, aber man muss auch sehen, was in der Welt passiert", sagte der Österreicher. Sein Landsmann, der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda, sprang Hamilton wie gewohnt zur Seite. "Ich kenne den Lewis gut und weiß, dass er sich nichts Böses dabei denkt. Aber ich werde ihn sofort bitten, dass er das Video aus dem Internet nimmt", sagte Lauda der Bild - und tatsächlich verschwand der Stein des Anstoßes in den folgenden Stunden von der Seite.

Jetzt können die rund 1,6 Millionen Follower auf Hamiltons Seite vor allem wieder Bilder von der Rennstrecke und von seinen Touren rund um die Welt bewundern und über die Bulldoggen Roscoe und Coco schmunzeln. Hamilton stellte in Belgien klar, dass er das Maschinengewehr-Video nicht selbst auf die Seite gestellt hatte, "ich mache das am Rennwochenende nicht, ein Freund macht das für mich". Aber trotzdem ist er natürlich verantwortlich dafür, was in seinem Namen im Internet zu sehen ist.

Für den 30-Jährigen ist das World Wide Web ein zweischneidiges Schwert. Zwar spielt er dort wie kaum ein anderer Rennfahrer-Kollege gekonnt auf der Klaviatur der Selbstdarstellung- und vermarktung, anderseits musste er nach der zum Teil beleidigenden Kritik an dem Baller-Video auch zugeben: "Es gibt dort nie wirklich gute Kommentare, um ehrlich sein", sagte Hamilton, deshalb kümmere ihn das nicht besonders. Trotzdem dürfte der Brite in Zukunft wohl etwas genauer darauf achten, wie er sich der Welt präsentiert.

Denn der letzte Schuss war im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten losgegangen.