Trotz guter Ausgangsposition: Die möglichen Achtelfinal-Gegner Deutschlands haben es in sich

Mit einem Unentschieden gegen Ungarn kann die deutsche Nationalmannschaft den Einzug ins Achtelfinale klarmachen. Obwohl die DFB-Elf die Todesgruppe gemeistert hätte, werden die Aufgaben in einem möglichen Achtelfinale nicht einfacher.
von  AZ
Die möglichen Achtelfinal-Gegner der deutschen Elf haben es in sich.
Die möglichen Achtelfinal-Gegner der deutschen Elf haben es in sich. © imago images / ActionPictures

München - Die Marschroute für das DFB-Team ist klar: Gegen Ungarn soll am Mittwochabend (21 Uhr, ZDF, MagentaTV und im AZ-Liveticker) der zweite Sieg folgen. Die AZ zeigt die unterschiedlichen Szenarien für ein mögliches Achtelfinale.

Die Ausgangslage

Auf dem ersten Platz vor Deutschland (drei Punkte) rangiert die französische Mannschaft mit vier Punkten, die am Abend zeitgleich auf den Drittplatzierten aus Portugal (drei Punkte) trifft. Schlusslicht der Gruppe ist Deutschlands Gegner Ungarn mit zwar nur einem Punkt, die Chancen aufs Achtelfinale sind für die Osteuropäer allerdings noch lange nicht gestorben. Dies macht die Aufgabe für Bundestrainer Joachim Löw und seine Spieler in der entscheidenden Partie nicht einfacher. 

Gruppensieger: Treffen mit Eidgenossen möglich

Damit Deutschland entgegen vieler Erwartungen am Ende doch noch Gruppensieger wird und sich eine gute Ausgangsposition fürs Achtelfinale schafft, ist ein Sieg gegen Ungarn Pflicht. Da die Franzosen im direkten Vergleich gegen die DFB-Elf vorgelegt haben, würden sie bei Punktgleichstand immer vor den Deutschen stehen.

Gewinnt Deutschland im Parallelspiel, würde der Druck auf den amtierenden Weltmeister allerdings deutlich steigen. Denn selbst wenn die Franzosen Unentschieden gegen Portugal spielen und damit ungeschlagen mit fünf Punkten ins Achtelfinale einziehen, stünde Deutschland (sechs Punkte) am Ende als Gruppensieger fest. 

Im Achtelfinale trifft der Sieger der Gruppe F auf den Dritten der Gruppe A oder C. Je nach Verlauf der restlichen Partien steht erst am Abend fest, aus welchen Gruppen die vier besten Dritten ebenfalls ins Achtelfinale vorrücken. Im Moment würde Deutschland als Gruppensieger in Bukarest auf die Schweiz oder die Ukraine treffen.

Das logische Schicksal: Revanche in Wembley?

Bleibt der Tabellenstand in der Gruppe F wie im Moment bestehen und Frankreich zieht als Gruppensieger gefolgt von den Deutschen in die nächste Runde ein, droht der DFB-Elf das nächste Kracher-Duell: Deutschland würde in London auf die Auswahl Englands treffen – ausgerechnet im Wembley Stadion.

Aus sportlicher Sicht wäre das Duell mit den "Three Lions" durchaus machbar für die deutsche Mannschaft. Zwar setzte sich das Team von Trainer Gareth Southgate als Gruppensieger gegen Kroatien, Tschechien und Schottland durch, im gesamten Turnierverlauf erzielten die Engländer aber erst zwei Treffer. Ein Duell im Wembley vor 45.000 englischen Fans dürfte dennoch kein angenehmer Ritt in ein mögliches Viertelfinale werden.  

Kein Sieg gegen Ungarn: Das Zittern beginnt

Mit einem Unentschieden gegen Ungarn und damit vier erreichten Punkten stünde die deutsche Elf mindestens als einer der vier besten Gruppendritten im Achtelfinale. Hier würden ebenfalls harte Brocken auf das Team um Joshua Kimmich und Co. warten. Abhängig von den Ergebnissen in der anderen Gruppe, müsste die DFB-Elf entweder gegen Mitfavorit Belgien oder Allzeit-Rivale Niederlande ran. 

Beide Teams präsentierten sich bislang makellos und stehen ohne Punktverlust an der Spitze ihrer jeweiligen Gruppe. Zwar hat die deutsche Elf gegen Portugal gezeigt, wozu sie im Stande ist, ein Aufeinandertreffen mit England, Belgien oder der Niederlande dürfte dennoch nicht auf der Wunschliste stehen. Das Rezept dagegen ist klar: Gegen Ungarn gewinnen und hoffen, dass der Fußballgott an diesem Tag ein Portugal-Trikot trägt.