Per Mertesacker schnauzt ZDF-Reporter an

Mit einem glanzlosen 2:1-Sieg über Algerien zog Deutschland ins Viertelfinale bei der WM in Brasilien ein. Die Stimmung nach dem Spiel: schlecht. Per Mertesacker platzt im Interview der Kragen.
von  Michael Burner / Onlineredaktion
Angefressen trotz 2:1-Sieg: Per Mertesacker.
Angefressen trotz 2:1-Sieg: Per Mertesacker. © dpa

Mit einem glanzlosen 2:1-Sieg über Algerien zog Deutschland ins Viertelfinale bei der WM in Brasilien ein. Die Stimmung nach dem Spiel: schlecht. Per Mertesacker platzt im Interview der Kragen.

Porto Alegre/München - Nach einer 120-Minuten-Zitterpartie gegen Algerien schaffte die deutsche Nationalmannschaft nach Treffern von André Schürrle und Mesut Özil in der Nachspielzeit den Einzug ins Viertelfinale. Die Leistung von Jogis Jungs ließ bis auf ein paar wenige Ausnahmen sehr zu wünschen übrig. Die DFB-Elf lieferte trotz 2:1-Sieg ihren schlechtesten Auftritt bei dieser WM ab. Dementsprechend schlecht war die Laune bei den Spielern nach Abpfiff. 

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Besonders gereizt verließ Per Mertesacker das Spielfeld. Im Field-Interview mit ZDF-Reporter Boris Büchler flippte der sichlich mitgenommene Abwehr-Riese aus. Gleich am Anfang des Interviews lederte Merte los:

"Algerien hat es uns sehr schwer gemacht, und wir haben am Ende verdient gewonnen. Die haben uns nichts geschenkt. Wir haben gekämpft bis zum Ende. Ich lege mich jetzt drei Tage in die Eistonne, dann analysieren wir das Spiel, und dann sehen wir weiter." Gekühlt werden musste zu dem Zeitpunkt in erster Linie sein Gemüt.

Mertesacker angefressen!

Als ZDF-Mann Büchler nachhakt, warum es gegen Algerien eben nicht so zufriedenstellend gelaufen sei, platzte Mertesacker der Kragen.

"Was sind das denn für Fragen? Völlig egal wie, Hauptsache, wir sind im Viertelfinale. Unter den letzten 16 Teams sind doch keine Karnevalstruppen. Was wollen Sie? Wollen Sie eine erfolgreiche WM, oder wollen Sie, dass wir ausscheiden? So kurz nach dem Spiel kann ich die ganze Fragerei nicht verstehen."

Irgendwann verschwand der sichtlich genervte Abwehrchef mit einem kurzen "Danke" aus dem Bild.

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