Nach Talfahrt: Hoffenheim trennt sich von Trainer Hoeneß

Hoffenheim war lange auf Europapokal-Kurs, doch ab Mitte März ging nichts mehr. Nun haben die Verantwortlichen die Konsequenzen gezogen und die Trennung von Cheftrainer Hoeneß bekanntgegeben.
| dpa
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Muss bei TSG 1899 Hoffenheim gehen: Trainer Sebastian Hoeneß.
Muss bei TSG 1899 Hoffenheim gehen: Trainer Sebastian Hoeneß. © Federico Gambarini/dpa
Sinsheim

Die TSG 1899 Hoffenheim und Trainer Sebastian Hoeneß gehen künftig getrennte Wege. Dies teilte der Fußball-Bundesligist mit.

Damit reagierten die Kraichgauer auf den schwachen Saisonendspurt, bei dem die Mannschaft mit neun sieglosen Partien die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb verspielt hatte. Wer zur Saison 2022/23 Nachfolger des 40 Jahre alten Neffen von Uli Hoeneß wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Hoeneß hatte einen Vertrag bis Sommer 2023.

Nach Adi Hütter bei Borussia Mönchengladbach, Markus Weinzierl beim FC Augsburg und Florian Kohfeldt beim VfL Wolfsburg ist Hoeneß bereits der vierte Bundesliga-Chefcoach, der nach Saisonende geht. Absteiger SpVgg Greuther Fürth präsentierte zudem Marc Schneider als Nachfolger von Stefan Leitl, der zu Hannover 96 wechselt.

Baumann: "Unerklärlich, wie wir eingebrochen sind"

"Wir müssen uns nach einer bereits vor dem letzten Spieltag begonnenen Analyse eingestehen, dass die Ergebnisse und Ereignisse in den vergangenen zwei Monaten viel von den zahlreichen positiven Aspekten, die diese Saison bereithielt und uns zwischenzeitlich bis auf Platz vier brachten, überschattet haben", sagte Sportchef Alexander Rosen in der Mitteilung.

Noch kürzlich hatte sich Rosen demonstrativ für Hoeneß eingesetzt. "Sebastian ist ein cooler, ehrlicher Typ, kein Schaumschläger, ein starker Kommunikator und ein absoluter Fußballfachmann", hatte Rosen dem "Kicker" Ende April gesagt. Man arbeite vertrauensvoll zusammen und habe gemeinsame Ziele. Nach den Niederlagen gegen Freiburg (3:4), Leverkusen (2:4) und Gladbach (1:5) galt das offenbar nicht mehr.

Hoeneß betreute den Club aus dem Kraichgau zwei Spielzeiten lang. In seiner ersten Saison landete Hoffenheim - gebeutelt von vielen Corona-Fällen und Verletzungen - auf Rang elf. Diesmal schien angesichts des starken Kaders mehr möglich, bis Mitte März die große Krise begann. "Es ist unerklärlich, wie wir eingebrochen sind. Es war nicht nur eine schlechte Phase, es waren neun Spiele. Das ist zu lang", sagte Torhüter Oliver Baumann nach dem letzten Saisonspiel.

Hoeneß hatte nach dem 1:5 von Gladbach von zu vielen Verletzten und zu vielen Gegentoren gesprochen. Bei diesen Punkte wollte er in der Saisonvorbereitung, die im Juli ein einwöchiges Trainingslager in Kitzbühel vorsieht, ansetzen. Das wird nun ein anderer Chefcoach erledigen müssen.

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