Inters Lehrstunde – Eto'o erledigt Werder Bremen

Ohne seine verletzten Leistungsträger ist Werder Bremen in der Fußball-Champions-League derzeit nicht konkurrenzfähig. Der stark ersatzgeschwächte Bundesliga-Zwölfte wurde beim 0:4 (0:3) in Mailand von Titelverteidiger Inter regelrecht vorgeführt.
von  Abendzeitung
Völlig am Boden: Die Werder-Abwehr in Mailand
Völlig am Boden: Die Werder-Abwehr in Mailand © AP

MAILAND - Ohne seine verletzten Leistungsträger ist Werder Bremen in der Fußball-Champions-League derzeit nicht konkurrenzfähig. Der stark ersatzgeschwächte Bundesliga-Zwölfte wurde beim 0:4 (0:3) in Mailand von Titelverteidiger Inter regelrecht vorgeführt.

„Inter war nicht drei Klassen, sondern sechs Klassen besser“, klagte Torhüter Tim Wiese, der mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage verhinderte. Alleine Superstar Samuel Eto'o sorgte mit seinen drei Toren (21., 27. und 81. Minute) bei teilweise katastrophalen individuellen Bremer Abwehrfehlern für das Werder-Debakel. Wesley Sneijder hatte früh mit dem 3:0 (30.) die nur 30 000 Zuschauer im Stadio Giuseppe Meazza verzückt.

Die verletzten Torsten Frings, Claudio Pizarro, Clemens Fritz und Naldo fehlten der Bremer Notelf an allen Ecken und Enden. „Wenn dir so wichtige Spieler fehlen, gehst du hier baden. So sind wir nicht reif für die Champions League“, befand Wiese.

Nach dem 2:2 im ersten Gruppenspiel gegen Tottenham Hotspur steht Werder bereits in der dritten Partie am 20. Oktober bei Twente Enschede gewaltig unter Druck. „Natürlich muss man sehen, dass wir das Spiel und das Rückspiel gegen Tottenham gewinnen. Wenn wir uns nicht steigern, haben wir in der nächsten Runde nichts zu suchen“, bekannte Clubchef Klaus Allofs.

Bereits vor dem nächsten Spiel am Sonntag bei Bayer Leverkusen sehnen die Bremer nach der Lehrstunde bei Inter die folgende zweiwöchige Pause herbei. „Die Pause wird uns gut tun, damit einige Spieler fit werden. Dann haben wir andere Möglichkeiten“, sagte Marko Marin. Der Nationalspieler konnte ebenso wie die enttäuschenden Daniel Jensen, Tim Borowski und Marko Arnautovic die Forderung von Trainer Thomas Schaaf, für die Verletzten in die Bresche zu springen, nicht erfüllen. „Die, die sich hätten beweisen sollen, hätten mehr anbieten müssen“, wetterte Schaaf. (dpa)