Gomez trifft wieder - neue Chance bei Löw?

Mario Gomez ist in der Türkei der Spieler der Stunde. Nach seinen beiden Toren für Besiktas Istanbul im Derby gegen Fenerbahce machte er Werbung in eigener Sache - auch bei Bundestrainer Löw.
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Das waren Zeiten: Joachim Löw (rechts) und Mario Gomez bei der EM 2012 im Spiel gegen Portugal.
dpa Das waren Zeiten: Joachim Löw (rechts) und Mario Gomez bei der EM 2012 im Spiel gegen Portugal.

Istanbul/Hamburg - Derby-Doppelpack, Tabellenführung und Lob von allen Seiten: Nach seiner Gala-Vorstellung beim 3:2 (2:1) im Istanbul-Derby gegen den ungeliebten Stadtrivalen Fenerbahce lagen Mario Gomez türkische Fans und Medien gleichermaßen zu Füßen.

Bundestrainer Joachim Löw stellte dem ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig am Montag sogar eine Rückkehr in die Nationalmannschaft in Aussicht. "Ich habe Mario nicht abgeschrieben. Auf keinen Fall. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", sagte Löw der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstag-Ausgabe).

"Wenn die Entwicklung anhält und er so weitermacht, wird er wieder ein Thema für die Nationalmannschaft, das habe ich ihm auch so gesagt", erklärte Löw. Der Wechsel, so Löw nach einem Telefonat mit Gomez, habe dem Torjäger "offenbar gut getan. Die Tore bestätigen das ja auch. Er hat ein gutes Standing in Istanbul".

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Gomez selbst gab sich nach seinen Saisontoren drei und vier bescheiden. "Wir haben eine gute Mannschaft und können jeden schlagen", sagte der 30-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Das war ein klasse Spiel."

Ein Klassespiel hatte vor allem er selbst gezeigt. Vor den Augen seines langjährigen Nationalelf-Kollegen Lukas Podolski, der am Vortag noch für Rekordmeister Galatasaray getroffen hatte (2:1 gegen Gaziantepspor), erzielte Gomez zunächst das 2:0 (25.) und köpfte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Robin van Persie schließlich den umjubelten Siegtreffer (74.).

Die Türken feierten den Leih-Torjäger vom AC Florenz nach dessen zweitem Doppelpack innerhalb von zwei Wochen und den Saisontoren drei und vier überschwänglich. "Dank Gomez ist Besiktas jetzt Spitzenreiter", titelte die große Tageszeitung "Sabah". Und "Kralspor" schrieb: "Der fliegende Gomez macht das entscheidende Tor. Er war der Beste."

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Angesichts solcher Schlagzeilen scheint Weltmeister-Coach Löw allmählich wieder hellhörig zu werden. Das Angebot an "echten Mittelstürmern" hält sich mit Blick auf die EM im kommenden Sommer in Frankreich in Grenzen.

"Für sein Spiel benötigt Mario Selbstbewusstsein, das er wieder hat - und eine Mannschaft, bei der das Spiel auch ein wenig auf ihn zugeschnitten ist. Ich freue mich für ihn, dass es so gut läuft", sagte Löw nun der "Welt".

Gomez hatte Florenz im Sommer mit dem erklärten Ziel verlassen, sich bei Löw für eines der 23 Frankreich-Tickets zu empfehlen. Das letzte seiner bislang 60 Länderspiele hat der frühere Bayern-Profi am 3. September 2014 (2:4 gegen Argentinien) bestritten.

Auch Weltmeister Podolski macht in der türkischen Süper Lig gerade fleißig Werbung in eigener Sache. Mit seinem dritten Saisontreffer ebnete er Rekordmeister Gala am Wochenende gegen Gaziantepspor den Weg zum dritten Saisonsieg. "Erster Heimsieg mit einer super Stimmung", kommentierte Podolski anschließend bei Facebook.

 

 

#galatasaray

Ein von Lukas Podolski (@poldi_official) gepostetes Foto am

 

Nicht ganz so euphorisch war die Laune bei Marko Marin. Trotz seines Premierentores in der Türkei verlor der frühere Bundesliga-Profi mit Trabzonspor 1:3 (0:1) bei Osmanlispor FK. Trabzonspor fiel nach seiner zweiten Saisonniederlage hinter Galatasaray zurück. Ganz oben thront Besiktas mit Gomez.

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