Fifa und Blatter widersprechen Niersbach

Mit Aufsehen ist DFB-Präsident Wolfgang Niersbach an die Öffentlichkeit getreten und sprach von 6,7 Millionen Euro, welche die Fifa im Rahmen der WM-Bewerbung gefordert habe. Dem widerspricht der Fußball-Weltverband umgehend.
von  Sebastian Raviol

Zürich - Der Fußball-Weltverband hat die Version von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach über die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro infrage gestellt. "Es entspricht in keinster Weise den FIFA-Standardprozessen und Richtlinien, dass die finanzielle Unterstützung von WM-OKs an irgendwelche finanziellen Vorleistungen seitens des jeweiligen OKs oder seines Verbandes gekoppelt ist. Im Übrigen ist ganz generell die Finanzkommission weder berechtigt, Zahlungen irgendwelcher Art in Empfang zu nehmen, noch verfügt sie über ein eigenes Bankkonto", teilte die FIFA am Donnerstag mit.

 

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Zuvor hatte Niersbach auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main erklärt, mit dem Geld habe der DFB einen Zuschuss in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken für die Organisation der Weltmeisterschaft 2006 gesichert. Laut Niersbach seien die 6,7 Millionen Euro im Jahr 2002 zunächst vom damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus an die FIFA-Finanzkommission gezahlt worden.

 

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Nachdem Louis-Dreyfus das Geld zurückgefordert habe, sei ein Jahr vor der WM die Summe über ein FIFA-Konto an den 2009 gestorbenen Franzosen zurückgezahlt worden.

Die FIFA werde die Angelegenheit intern mit externen Anwälten untersuchen. Der DFB sei aufgefordert, "an dieser Untersuchung mitzuwirken", teilte die FIFA mit.

 

Auch Blatter dementiert: "Bin mit diesem Vorgang nicht vertraut"

 

Der derzeit gesperrte FIFA-Präsident Joseph Blatter hat die Darstellung des Deutschen Fußball-Bundes zur ominösen Zahlung von 6,7 Millionen Euro vor der WM 2006 ebenfalls zurückgewiesen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte am Donnerstag berichtet, dass es ein Treffen Blatters mit dem Chef des Organisationskomitees Franz Beckenbauer Anfang 2002 in Zürich gegeben hatte.

Dabei soll es zu einer Einigung über die Überweisung an die FIFA gekommen sein. "Ich bin mit diesem Vorgang nicht vertraut", ließ Blatter über einen Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilen.