FCN-Kapitän bereit für den VfL

Am Ostersonntag müssen die Kinder von Raphael Schäfer ohne ihren Vater die Eier suchen. Der Club-Kapitän will sich indes keine ins Nest legen lassen.
von  Christian Dotterweich
FCN-Captain Raphael Schäfer freut sich auf seinen Ex-Trainer.
FCN-Captain Raphael Schäfer freut sich auf seinen Ex-Trainer. © Rauchensteiner/augenklick

Am Ostersonntag müssen die Kinder von Raphael Schäfer ohne ihren Vater die Eier suchen. Der Club-Kapitän will sich indes keine ins Nest legen lassen.

Nürnberg – „Wenn man sich sein Leben lang mit Fußball beschäftigt hat, gehört das dazu.“ Für Raphael Schäfer ist es Normalität, nicht da zu sein für seine Familie, wenn andere gemeinsam die Osterfeiertage verbringen.

Für den Kapitän des 1. FC Nürnberg kommt es am Sonntag zum ersten Wiedersehen mit ihrem Ex-Trainer Dieter Hecking: „Man freut sich, den man ist ja nicht im Bösen oder Misserfolg auseinander gegangen.“

Die Nürnberger Spieler können ihrem ehemaligen Coach erneut beweisen, dass er aktuell sportlich zum schlechteren Verein gewechselt ist: Der FCN hat drei Punkte Vorsprung als Elfter auf den 13., VfL Wolfsburg.

„Wir sind mit der Ausbeute zufrieden“, so Schäfer über die Post-Hecking-Ära. Nur ein Spiel hat der Nachfolger von Dieter Hecking verloren. Eine Genugtuung nun vor Wolfsburg in der Tabelle zu stehen, empfindet Schäfer jedoch nicht, der am Sonntag sein 300. Pflichtspiel für den Club bestreiten wird.

Der VfL konnte in der Winterpause Ivan Perisic verpflichten, „das ist für Nürnberg nicht machbar“. Club-Kapitän Schäfer weiß sehr wohl einzuordnen, welche Gründe Hecking dazu bewogen haben, den Verein zu verlassen.

Für seine Entscheidung nach Wolfsburg zu wechseln hat Schäfer „absolutes Verständnis“. Sie hätten beim VfL viel investiert und wären der Meinung, der Ertrag sei nun zu wenig, weiß der Club-Keeper: „Man braucht aber auch eine Mannschaft, die das so umsetzt!“