Danso wirft Augsburg "Vertrauensbruch" vor

Abwehrspieler Kevin Danso hat sich mit Vorwürfen gegen die Verantwortlichen des FC Augsburg aus der Fußball-Bundesliga nach Frankreich verabschiedet.
von  dpa
Augsburgs Kevin Danso.
Augsburgs Kevin Danso. © Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Nach wochenlangen Querelen um seine Zukunft wechselt der Österreicher zum RC Lens. In einem Interview auf der Online-Seite des "Kicker" spricht der 22-Jährige nach dem von ihm erstrittenen Wechsel in Frankreichs erste Liga von "Vertrauensbruch" und behauptet: "Der FCA hat sein Wort nicht gehalten."

Der österreichische Nationalspieler war in Augsburg ausgebildet worden und debütierte bereits mit 18 Jahren in der Bundesliga. Zuletzt war er aber zweimal verliehen, an den FC Southampton und Fortuna Düsseldorf. Der Transfer nach Lens sei "eine Entscheidung für meine Karriere". Danso wirft den FCA-Entscheidern um Manager Stefan Reuter vor, bei seinem Wechselwunsch wortbrüchig geworden zu sein.

Es habe geheißen, dass sich der Verein mit einem Transfer beschäftigen würde, wenn die Voraussetzungen passen sollten. "Dann kam ein Angebot, aber Augsburg hat sich nicht damit beschäftigt." Er habe zudem "hintenrum" mitbekommen, dass er entgegen anderen Aussagen "nur als Back-up" in der Augsburger Abwehr eingestuft worden sei. "Aber ich will einen fairen Konkurrenzkampf, in dem ich die Chance habe, die Nummer 1 oder 2 in der Innenverteidigung zu werden."

Danso hatte sich Mitte Juli geweigert, trotz eines Vertrags bis 2024 weiterhin für den FCA zu spielen. Aus dem Trainingslager wurde er daraufhin heimgeschickt. Er meldete sich krank. Der FCA stimmte nun einem Wechsel nach Lens zu, nachdem der Transfererlös gestimmte habe. Nach Medienberichten beträgt die Sockelablöse 5,5 Millionen Euro.

Reuter versicherte, man habe Danso "in unserem Team viel zugetraut" und betonte in einer Vereinsmitteilung vom Freitagabend: "Durch unser konsequentes Handeln im Trainingslager haben wir dokumentiert, was wir von dem Weg halten, mit dem ein Wechsel von Kevin Danso durchgebracht werden sollte. Für uns stand aufgrund dieses Verhaltens fest, dass ein Wechsel nur zustande kommt, wenn die Rahmenbedingungen für uns passen."

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