Schluss mit Frust: Fürth besiegt Bielefeld

Nach einem Alptraumjahr im eigenen Stadion beglücken die Fürther Fußball-Profis ihre Fans mit einem Auftaktsieg gegen Bielefeld. Auch Kaiserslautern und Aufsteiger KSC kommen gut aus den Startlöchern.
| dpa
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München – Schluss mit Frust! Greuther Fürth hat gleich zum Saisonstart der 2. Fußball-Bundesliga den historischen Heimfluch aus dem Abstiegsjahr überwunden. Die Franken besiegten Aufsteiger Arminia Bielefeld am Sonntag nach einem fulminanten Beginn mit 2:0 und rückten auf Anhieb an die Tabellenspitze. Auch Aufstiegskandidat 1. FC Kaiserslautern kam mit einem 1:0-Auswärtssieg in Paderborn gut aus den Startlöchern. „Ich bin sehr zufrieden“, erklärte FCK-Coach Franco Foda, der lediglich mit der Chancenverwertung haderte: „Wir haben es versäumt, weitere Tore nachzulegen.“

Das machte Fürth besser: Schon nach elf Minuten hatten Neuzugang Tom Weilandt und Torjäger Nikola Djurdjic gegen Bielefeld die Weichen auf Sieg gestellt. Nach der vergangenen Bundesligasaison ohne einen einzigen Heimsieg feierten 11.485 Zuschauer überschwänglich den ersten Punktspielerfolg in der Fürther Arena seit April 2012. Richtig toll war aber nur der Blitzstart: Nach der Pause musste Wolfgang Hesl im Fürther Tor bei einigen Bielefelder Großchancen sein ganzes Können aufbieten.

Jubeln durfte im Gegensatz zur Arminia der zweite Aufsteiger: Der Karlsruher SC gewann beim FSV Frankfurt, dem Überraschungsvierten der Vorsasion, nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit 1:0. Umjubelter Matchwinner der KSC-Anhänger war Dominic Peitz. Der fast zwei Meter große Mittelfeldspieler war nach einem Eckball in der 84. Minute aus sechs Metern unbedrängt mit dem Kopf erfolgreich.

Im Brennpunkt standen am 1. Spieltag die Torhüter: Timo Horn kostete den Aufstiegskandidaten 1. FC Köln beim 1:1 in Dresden mit einer Soloeinlage zwei Punkte. Vor Horns Slapstick-Aktion sorgte Dresdens Schlussmann Benjamin Kirsten mit einem heftigen Angriff gegen FC-Profi Roman Golobart für Aufregung. „Wenn das keine Rote Karte ist, wird es gefährlich in den nächsten Wochen“, schimpfte der neue FC-Trainer Peter Stöger.

Als dritter Torwart stand Gabor Kiraly im Blickpunkt: Ungarns Nummer 1 sorgte am Freitagabend mit einem Patzer für das unnötige 0:1 von 1860 München beim FC St. Pauli. Nach dem Scheitern in den Aufstiegsspielen gegen 1899 Hoffenheim agierten die Lauterer zum Neubeginn glücklicher: Neuzugang Simon Zoller (68.) sendete mit seinem Tor beim SC Paderborn das erhoffte Angriffssignal. „Jetzt freuen wir uns auf das Flutlicht-Heimspiel am Freitag gegen den FC Ingolstadt“, erklärte FCK-Kapitän Florian Dick.

Ingolstadt wird vom Ex-Lauterer Marco Kurz trainiert und verlor zum Auftakt im eigenen Stadion 1:2 gegen Erzgebirge Aue. Leichtfertig vergaben die ambitionierten Kölner am Samstag vor 29 308 Zuschauern in Dresden nach dem Kopfballtor von Anthony Ujah den möglichen Auswärtssieg (61.). Eine übermütige Dribbeleinlage von Horn endete nach dem Ballverkust im eigenen Strafraum mit dem Ausgleichstreffer von Tobias Kempe (78.). Sündenbock Horn redete entschuldigend von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“, Sportdirektor Jörg Schmadtke beklagte „zwei verschenkte Punkte“.

Dominant agierten die Münchner Löwen auf St. Pauli – aber es fehlte ein eiskalter Torjäger. Trainer Alexander Schmidt ließ den langjährigen Goalgetter Benjamin Lauth bis zur 75. Minute auf der Bank schmoren. Dann patzte auch noch Torwart Kiraly bei einem Distanzschuss von Lennart Thy ins kurze Eck (80.). „Das geht auf meine Kappe, den Ball muss ich haben“, gestand der Schlussmann.

 

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