Meisterschaft: Kampfansage von BVB-Boss Watzke an den FC Bayern

Der FC Bayern kann am kommenden Wochenende mit einem Sieg bei RB Leipzig Meister werden. Verfolger Borussia Dortmund glaubt allerdings noch an den Titel – Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schickt eine Kampfansage Richtung München.
von  AZ
Kevin Kampl (r) von Leipzig und Joshua Kimmich von Bayern kämpfen um den Ball. Foto: Tobias Hase
Kevin Kampl (r) von Leipzig und Joshua Kimmich von Bayern kämpfen um den Ball. Foto: Tobias Hase © dpa

Der FC Bayern kann am kommenden Wochenende mit einem Sieg bei RB Leipzig Meister werden. Verfolger Borussia Dortmund glaubt allerdings noch an den Titel – Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schickt eine Kampfansage Richtung München.

München - Vier Punkte Vorsprung bei zwei verbleibenden Spielen. Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt der FC Bayern am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) bei RB Leipzig, sind die Münchner zum siebten Mal in Folge Deutscher Meister.

Verfolger Borussia Dortmund muss auf einen Ausrutscher des Tabellenführers hoffen – der BVB glaubt trotz der ungünstigen Lage dennoch weiterhin fest an den Meistertitel. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat nach dem 2:2 gegen Werder Bremen eine Kampfansage in Richtung München geschickt: "Ich bin davon überzeugt, dass es noch nicht zu Ende ist und die Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt", so Watzke gegenüber den "Ruhr Nachrichten".

Setzt RB Leipzig ein erstes Ausrufezeichen?

Der Dortmunder Boss geht also davon aus, dass die Bayern in Leipzig patzen werden – die Sachsen stehen in der Tabelle immerhin auf dem dritten Platz. Und wie es scheint kann der BVB auf Schützenhilfe der "Roten Bullen" hoffen. "Ich kann allen Dortmundern versichern, dass wir alles geben werden", sagte Leipzigs Mittelfeldspieler Kevin Kampl vor dem Spitzenspiel der "Sport Bild": "Vor allem in erster Linie natürlich für uns selbst. Es gibt in dieser Saison noch sechs Punkte zu vergeben und die wollen wir holen."

Kevin Kampl (r) von Leipzig und Joshua Kimmich von Bayern kämpfen um den Ball. Foto: Tobias Hase
Kevin Kampl (r) von Leipzig und Joshua Kimmich von Bayern kämpfen um den Ball. Foto: Tobias Hase © dpa

Klar ist: Die Leipziger wollen natürlich einen Sieg einfahren und vor dem DFB-Pokal-Finale am 25. Mai, ebenfalls gegen die Münchner, ein erstes Ausrufezeichen setzen. Dass RB-Trainer Ralf Rangnick mit Blick auf das Pokalfinale gegen die Münchner aus taktischen Gründen mit angezogener Handbremse spielen lässt, schließt Kampl aus. "Ralf Rangnick lässt nie nur mit 70, 80 Prozent oder taktischem Geplänkel spielen. Wir gehen das Spiel gegen die Bayern mit 100 Prozent an und versuchen, sie zu schlagen", sagte der 28-Jährige, der wegen einer Gelbsperre fehlen wird. Auch Rangnick selbst hatte bereits angekündigt, auf taktische Spielchen zu verzichten.

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Dortmund empfängt Düsseldorf

Doch all das nützt nichts, wenn die Dortmunder nicht selbst drei Punkte einfahren. Die Schwarz-Gelben haben im Gegensatz zum FC Bayern jedoch die vermeintlich leichtere Aufgabe – zuhause geht es gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, die aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz stehen.

Der Meisterschaftskampf in der Bundesliga, er bleibt so spannend wie lange nicht mehr.

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