FC Bayern München: Holger Badstuber kritisiert Carlo Ancelotti

Das Vertrauen der Verantwortlichen und die Lust am Fußball haben Holger Badstuber zu einem Wechsel nach Stuttgart bewegt. Bayern-Trainer Carlo Ancelotti bekommt sein Fett weg.
von  sid/dpa
Nach seiner Ausleihe zum FC Schalke 04 startet Ex-Bayern-Profi Holger Badstuber beim VfB Stuttgart einen Neuanfang - und stichelt gegen seinen Ex-Trainer in München.
Nach seiner Ausleihe zum FC Schalke 04 startet Ex-Bayern-Profi Holger Badstuber beim VfB Stuttgart einen Neuanfang - und stichelt gegen seinen Ex-Trainer in München. © dpa

Stuttgart/München - Der frühere Bayern-Profi Holger Badstuber hat beim deutschen Rekordmeister - dort stand er 15 Jahre unter Vertrag - keine Zukunft mehr gesehen.

Dies vor allem auch wegen Trainer Carlo Ancelotti . "Ich habe bei dem Trainer nicht das Vertrauen gesehen. Ich hätte natürlich schon bei Bayern bleiben können, aber ich habe Bock zu kicken", sagte Badstuber am Montag während seiner offiziellen Vorstellung beim VfB Stuttgart.

In Stuttgart habe er Gespräche vor allem mit dem Trainer und Jan Schindelmeiser (Ex-Sportvorstand, Anm. d. Red.) geführt. Der Trainer sei für ihn "die entscheidende Person", meinte der 28-Jährige weiter und vertraut auf VfB-Coach Hannes Wolf: "Ich hatte das Gefühl, dass mich der ganze Verein wollte."

Der in der Vergangenheit immer wieder verletzungsgeplagte Badstuber ist nach eigenen Angaben aber körperlich fit. "Ich bin seit einem Jahr gesund, aber das sehen die meisten wieder nicht", sagte er.

Lob für Reschke

Vor seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den Aufsteiger sieht er allerdings noch Nachholbedarf. "Ich brauche Training, Training, Training. Es benötigt noch Zeit, bis man sich fit fühlt", sagte der Defensivmann.

Dass es beim VfB ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Technischen Direktor des FC Bayern gibt, freut Badstuber: "Michael Reschke ist ein Top-Mann, sehr professionell. Und er arbeitet hart. Er kennt das große Ganze."

Badstuber hatte am Freitag einen Einjahresvertrag beim Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga unterschrieben und sich zuvor individuell fit gehalten. VfB-Trainer Wolf hatte bereits angekündigt, mit dem ehemaligen Nationalspieler erst nach der Länderspielpause Anfang September für die Startelf zu planen.

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