FC Bayern: Kovac musste Hummels und Boateng wachrütteln

Bayern-Trainer Niko Kovac hat Niklas Süle in dieser Saison zum Stammspieler in der Innenverteidigung befördert. Für ihn hatte diese Maßnahme auch einen konkreten Hintergrund – die Herausforderer um Mats Hummels und Jérôme Boateng sollten dadurch "wachgerüttelt" werden.
von  AZ/ms
NIKLAS SÜLE, NOTE 3: Bewahrte die Bayern mit einem Tackling gegen Haller vor dem frühen 0:1 (8.), hatte zuvor schon einmal in höchster Not geklärt nach einem Patzer von David Alaba. Die Säule in der Abwehrmitte, fast immer auf der Höhe. Nur bei Jovics Tunnler sah er unglücklich aus (11.).
NIKLAS SÜLE, NOTE 3: Bewahrte die Bayern mit einem Tackling gegen Haller vor dem frühen 0:1 (8.), hatte zuvor schon einmal in höchster Not geklärt nach einem Patzer von David Alaba. Die Säule in der Abwehrmitte, fast immer auf der Höhe. Nur bei Jovics Tunnler sah er unglücklich aus (11.). © imago/Schüler

München - Unter Trainer Niko Kovac hat sich Niklas Süle endgültig zum Stammspieler beim FC Bayern entwickelt. In den bisherigen 27 Bundesliga-Spielen blieb der Abwehr-Hüne nur drei Mal ohne Einsatz. Bis auf zwei Partien spielte er immer über 90 Minuten.

Es wird deutlich: Kovac setzt in der Innenverteidigung auf den jungen Nationalspieler (23 Jahre, 2.021 Einsatzminuten in der Liga, Stand: 3. April), Mats Hummels (30, 1.326) und Jérôme Boateng (30, 1.513) kämpfen um den Platz neben ihm.

NIKLAS SÜLE, NOTE 3: Bewahrte die Bayern mit einem Tackling gegen Haller vor dem frühen 0:1 (8.), hatte zuvor schon einmal in höchster Not geklärt nach einem Patzer von David Alaba. Die Säule in der Abwehrmitte, fast immer auf der Höhe. Nur bei Jovics Tunnler sah er unglücklich aus (11.).
NIKLAS SÜLE, NOTE 3: Bewahrte die Bayern mit einem Tackling gegen Haller vor dem frühen 0:1 (8.), hatte zuvor schon einmal in höchster Not geklärt nach einem Patzer von David Alaba. Die Säule in der Abwehrmitte, fast immer auf der Höhe. Nur bei Jovics Tunnler sah er unglücklich aus (11.). © imago/Schüler

Dass sich Kovac für diese Konkurrenzsituation entschieden hat, hatte für ihn einen ganz speziellen Grund, den er nun erklärt hat. "Ein Trainer macht manchmal Sachen, um den ein oder anderen zu piksen, um das volle Potenzial wieder rauszuholen. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Maßnahme gefruchtet hat", sagte Kovac im Interview mit der "Sport Bild".

Bezogen auf das Weltmeister-Duo von 2014 bedeutet das: "Mats und Jérôme spielen wieder sehr gut, auf dem hohen Level, auf dem wir sie vom FC Bayern oder der Nationalmannschaft seit Jahren kennen. Genau das war meine Intention bei der Ansage. Manchmal muss man Maßnahmen ergreifen, um den einen oder anderen wachzurütteln".

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FC Bayern: Umbruch in der Abwehr

Mit der Beförderung Süles zum Stammspieler hat der FC Bayern in der Defensive bereits den ersten Schritt des vielbeschworenen Umbruchs vollzogen. Mit der Verpflichtung von Lucas Hernández (23) und Benjamin Pavard (23) folgt im kommenden Sommer der zweite. Ein Abgang von Boateng oder Hummels gilt auch deshalb und trotz des Kovac-Rüttlers als sehr wahrscheinlich.

Das Innenverteidiger-Trio des FC Bayern im Vergleich

Spieler Pflichtspiele 2018/19 Tore Vorlagen Gelbe Karten Platzverweise Einsatzminuten gesamt
Niklas Süle (23) 33 1 - 2 - 2.771
Mats Hummels (30) 25 1 1 3 - 2.129
Jérôme Boateng (30) 24 - 2 1 - 2.053

 

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