Das denkt Ottmar Hitzfeld über die Bayern und das Topspiel gegen Dortmund

Dortmund gegen Bayern, gelb gegen rot, der "deutsche Clasico": Am Samstag ist Topspiel in der Bundesliga. Die AZ sprach vor der Partie mit Ottmar Hitzfeld, der beide Vereine bestens kennt.
von  az
Zuletzt Nationaltrainer der Schweiz fungiert Ottmar Hitzfeld nun hauptsächlich als Experte.
Zuletzt Nationaltrainer der Schweiz fungiert Ottmar Hitzfeld nun hauptsächlich als Experte. © dpa

München - Ottmar Hitzfeld war zweimal Trainer des FC Bayern, holte mit den Münchnern fünfmal die Meisterschaft, dreimal den DFB-Pokal, einmal die Champions League sowie den Weltpokal. Er ist einer der erfolgreichsten Vereinstrainer aller Zeiten und natürlich immer noch gefragt wenn es um relevante Themen rund um den FC Bayern geht. Auch Borussia Dortmund coachte Hitzfeld, auch mit den Borussen holte er die Champions League.

Vor dem Bundesliga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern am Samstag spricht Ottmar Hitzfeld in der Abendzeitung (Freitagsausgabe) exklusiv über das Duell seiner Ex-Klubs.

Ottmar Hitzfeld über...

...das Spiel Dortmund gegen Bayern: "Man konnte nicht erwarten, dass sich die Situation an der Spitze so schnell dreht. Es ist gut, dass Bayern unter Jupp Heynckes in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist. Das war zu erwarten. Aber dass der BVB acht Punkte in drei Spielen abgibt, kam überraschend. Am Samstag tippe ich 2:1 für Bayern."

...die Titelchancen des FC Bayern in dieser Saison: "Bayern wird den einen oder anderen Titel gewinnen. Ob es am Schluss zum Triple reicht, ist schwierig, würde ich aber Jupp und dem Team wiederum zutrauen! Jupp hat das Bayern-Umfeld zur Ruhe gebracht. Vorher haben nicht alle an einem Strang gezogen. Er hat eine klare Hierarchie geschaffen, die Spieler da aufgestellt, wo sie hingehören. Und er hat der Mannschaft eingebläut, dass sie defensiv gut stehen muss, dass alle mithelfen müssen bei der Abwehrarbeit. Das ist die Basis. Offensiv ist Bayern immer stark."

...den Meisterschaftskampf: "Bayern ist als Favorit gestartet und nach wie vor in einer sehr guten Position. Dortmund befindet sich im Umbruch mit vielen jungen Spielern, außerdem war der Trend zuletzt negativ. Leipzig hat zweimal gegen Bayern verloren. Deshalb sieht wieder alles nach Bayern als Meister aus. Aber: Leipzig und Dortmund haben beide Qualität, speziell den BVB darf man nicht unterschätzen."

...die Kritik an BVB-Trainer Peter Bosz: "Dortmund hat zuletzt viele Gegentore kassiert, aber man kann jetzt nicht gleich daraus folgern, dass Bosz sein System überdenken muss. Er war mit diesem System erfolgreich zu Beginn der Saison, jetzt sind einige Spieler einfach nicht in der Verfassung, die Mannschaft ist verunsichert. Aber Bosz ist erfahren genug. Er wird wissen, wie er die Defensive stabilisiert."

Warum Bayern noch mal mit den Altstars Franck Ribéry und Arjen Robben verlängern sollte, was Hitzfeld über einen Lewandowski-Ersatz und den neuen Bayern-Trainer ab Sommer denkt - und wie es Heynckes geschafft hat, seine Stars wieder starkzureden, lesen Sie im großen Exklusiv-Interview am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Abendzeitung.

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