Bayern-Stars mit Corona-Folgen: So ist der Comeback-Plan bei Kimmich und Choupo-Moting

Aufgrund von Nachwirkungen ihrer Corona-Infektionen müssen Joshua Kimmich und Eric Maxim Choupo-Moting derzeit kürzer treten. Während Kimmich bis zum Rückrunden-Auftakt wieder dabei sein soll, wird der FC Bayern auf Choupo-Moting womöglich da noch nicht zurückgreifen können.
von  Bernhard Lackner
Joshua Kimmich (l.) und Eric Maxim Choupo-Moting werden erst wieder 2022 für den FC Bayern auf dem Platz stehen.
Joshua Kimmich (l.) und Eric Maxim Choupo-Moting werden erst wieder 2022 für den FC Bayern auf dem Platz stehen. © IMAGO / Sven Simon

München - Wann sehen wir Joshua Kimmich und Eric Maxim Choupo-Moting wieder im Trikot des FC Bayern? Beide haben aktuell nach ihren Corona-Infektionen mit Lungenproblemen zu kämpfen und können nur stark reduziert trainieren. Laut Trainer Julian Nagelsmann hat das Duo in der kommenden Woche Untersuchungen. Erst danach wird endgültig entschieden, wie es für sie weitergeht.

"Josh hat kurz vor Weihnachten seine Untersuchung, Choupo noch ein paar Tage früher. Wenn die Infiltration in der Lunge wie erwartet weg ist, dann werden sie ganz normal auftrainiert", erklärte Nagelsmann am Donnerstag.

Joshua Kimmich soll am 2. Januar ins Training einsteigen

Bei Kimmich besteht die Hoffnung, dass er zum Trainingsauftakt im neuen Jahr dabei ist. "Josh hat einen normalen Trainingsplan und die Disziplin, sich so aufzutrainieren, dass er am 2. Januar normal einsteigen kann. Wir freuen uns, Josh dann hoffentlich in alter Form und alter Frische wieder begrüßen zu dürfen", meinte Nagelsmann. Wenn alles nach Plan verläuft, wäre er beim Rückrunden-Auftakt am 7. Januar gegen Borussia Mönchengladbach wohl wieder eine Option.

Etwas anders stellt sich die Situation bei Choupo-Moting dar. Stand jetzt plant der Angreifer, beim Afrika Cup (9. Januar bis 6. Februar) in seinem Heimatland Kamerun anzutreten. Ob er wirklich teilnehmen wird, ist aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme in den vergangenen Wochen allerdings noch offen.

Choupo-Moting zum Afrika Cup? Nagelsmann hat Bedenken

"Der Afrika Cup ist natürlich aus medizinischer Sicht zu diskutieren, dennoch haben wir eine Abstellungspflicht", so Nagelsmann, der auf die jüngste Verletzungsgeschichte seines Angreifers verweist: "Er war Ende November mit einem Muskelfaserriss für zwei Wochen raus. Dann hat er eine Woche trainiert und jetzt knapp vier Wochen in Quarantäne. Deswegen müssen wir das gut abwägen."

Dennoch könne er den Wunsch seines Angreifers nach einer Teilnahme an dem Turnier verstehen. "Der Wettbewerb findet in seinem Heimatland statt, da ist dann natürlich auch eine emotionale Komponente dabei", so Nagelsmann. Über eine Teilnahme soll nach Rücksprache mit dem Spieler entschieden werden.

Afrika Cup: Große Zweifel am Corona-Hygienekonzept

Ohnehin stößt der Afrika Cup, der parallel zum normalen Betrieb in den nationalen und internationalen Klubwettbewerben ausgetragen wird, vielen europäischen Vereinen sauer auf. Insbesondere in Frankreich und England, wo sehr viele afrikanische Spieler unter Vertrag stehen, steht der Wettbewerb aufgrund von Sicherheitsbedenken im Hinblick auf die Corona-Pandemie massiv in der Kritik.

Die in der Europäischen Klubvereinigung ECA organisierten Klubs wollen ihren Spielern daher offenbar die Freigabe für den Afrika Cup verweigern. Das geht aus einem Schreiben der ECA, in deren Vorstand auch Oliver Kahn vertreten ist, an den Weltverband FIFA hervor, das der französischen Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Die ECA bestätigte die Echtheit des Schreibens bislang nicht, äußerte zuletzt aber massive Bedenken wegen des Hygieneprotokolls des afrikanischen Verbands.

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