Ethik-Kommission soll Vorwürfe gegen Chef Hörmann aufklären

Nach den anonymen Anschuldigungen gegen den DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann soll nun die unabhängige Ethik-Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes "die Vorwürfe aufklären und bewerten, um darauf aufbauend die notwendigen Konsequenzen ziehen zu können".
| dpa
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In einem anonymen Brief im Namen von Mitarbeitern wurde DOSB-Präsident Alfons Hörmann attackiert.
In einem anonymen Brief im Namen von Mitarbeitern wurde DOSB-Präsident Alfons Hörmann attackiert. © Ina Fassbender/AFP POOL/dpa
Frankfurt/Main

In der DOSB-Präsidiumssitzung hätten sich Präsidium und Vorstand intensiv mit den Vorwürfen gegen die verantwortlichen Führungsgremien des DOSB aus einem anonymen Schreiben auseinandergesetzt, das vermutlich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stammt, hieß es in der DOSB-Mitteilung. Die nächste Sitzung der Ethik-Kommission ist bislang für den 18. Juni angesetzt.

Präsidium und Vorstand des DOSB bekräftigten erneut "eine klar wertebasierte Führung des Verbandes" und "nochmals die Werte des Sports - Fair Play, Respekt und gegenseitige Wertschätzung - als Basis des gemeinsamen Handelns".

In einem anonym gesendeten Offenen Brief im Namen von DOSB-Mitarbeitern an das Präsidium, den Vorstand und Betriebsrat wurden unter anderen der Führungsstil und das Verhalten von DOSB-Präsident Hörmann scharf kritisiert. Außerdem werden Interna und Vorgänge im Dachverband beschrieben und angeprangert. Vorstand und Präsidium hatten daraufhin Hörmann verteidigt. Es gab aber auch Rücktrittsforderungen an Hörmann (60).

Der DOSB teilte am Samstag weiter mit, dass sich der Verband "in diversen Formaten im offenen, engen Dialog mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit den Vorwürfen auseinandersetzen und Ansatzpunkte für Veränderungen identifizieren und umsetzen" werde. Hinweise an die Ethik-Kommission oder an andere vorhandene, unabhängige und vertrauliche Beschwerdewege zur Aufklärung seien erwünscht.

Die Verfasser des Schreibens sprachen in ihrem Brief von einer "Kultur der Angst" im Verband und beklagten das angebliche Fehlen von Respekt und Fairplay in den Führungsgremien.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-517854/3

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