Ein Terrier und ein Denker

Dank Red Bull auf dem Weg zum Top-Team: In Alexander Barta und Yannic Seidenberg verpflichtet der EHC zwei „Qualitätsspieler”.
von  Julian Galinski

MÜNCHEN Christian Winkler klingt sehr zufrieden in diesen Tagen. Schon seit Wochen haben sich hochkarätige Zugänge beim EHC angekündigt – und jetzt darf der Manager endlich Vollzug melden. Alexander Barta (30) und Yannic Seidenberg (29) stürmen in den kommenden beiden Spielzeiten für den EHC: Zwei deutsche Nationalspieler, zusammen haben sie weit mehr als 1000 DEL-Spiele absolviert. „Zwei absolute Qualitätsspieler, die Verantwortung übernehmen. Sie stehen voll im Saft und sind feurig, bei uns loszulegen”, sagt Winkler. „Ein Signal, für die Fortschritte, die wir machen.”


Und zwei Verpflichtungen mit Sogwirkung. Der EHC ist spätestens jetzt als Top-Adresse in Deutschland legitimiert: Spieler wie Barta und Seidenberg stünden jedem ambitionierten DEL-Team gut zu Gesicht. Entschieden haben Sie sich für München – trotz anderer guter Angebote. Seidenberg etwa verließ den amtierenden Vizemeister: „Yannic hätte in Mannheim nur unterschreiben müssen, hat aber auf uns gewartet”, sagt Winkler.


Die AZ stellt die beiden neuen Stars vor:

Alexander Barta: Die vergangenen beiden Spielzeiten lief der gebürtige Berliner in Schweden auf – zuletzt für Ängelholm in der ersten Liga, eine der stärksten der Welt. Sie ist technisch und taktisch anspruchsvoll. „Er hat in Schweden enorme Fortschritte gemacht”, sagt Winkler. Von 2005 spielte Barta für die Hamburg Freezers, war dort am Ende Kapitän und Identifikationsfigur. Der Center kann selbst vollstrecken – und vorbereiten. „Er ist ein sehr intelligenter Spieler”, sagt Winkler. Nicht nur ein Kämpfer, sondern auch ein Denker – jemand, der auch auf einer Pressekonferenz oder einem Sponsorentermin eine gute Figur macht. Barta freut sich auf die neue Heimat: „München ist eine tolle Stadt”, sagt er.


Yannic Seidenberg: Der Bruder von NHL-Star Dennis weiß, wie man in München punktet: „Ich kann mir vorstellen, nach meiner Karriere für immer nach Bayern zu ziehen”, sagt der gebürtige Schwenninger. „Dann ist er schlau”, sagt Winkler, „er weiß, wo’s schön ist.” Auf dem Eis kann Seidenberg richtig grob werden: „Er ist ein Terrier und wird uns in vielerlei Hinsicht weiterhelfen”, sagt Winkler. „Er kann in jeder Reihe spielen, von der ersten bis zur vierten.” Seidenberg ist zudem ein Musterbeispiel an Konstanz: In den vergangenen acht DEL-Saisons schaffte er jeweils mehr als 20 Scorerpunkte. Sein Ziel: Ein Titel! „Ich wechsle nach München um etwas zu gewinnen.”

Barta und Seidenberg sind nur der Auftakt für den neuen EHC, der mit der Low-Budget-Truppe der vergangenen Saison nicht mehr viel gemeinsam haben wird. Die nächsten Knaller werden folgen: „Ich denke schon, dass wir diese Woche noch was hören werden”, sagt Winkler.