EHC landet Derbysieg gegen Ingolstadt

Der EHC Red Bull München hat die zweite Wochenend-Niederlage gerade noch verhindern können: Nach der Pleite in Iserlohn zitterte sich der Titelverteidiger zu einem 3:2 nach Penaltyschießen gegen den ERC Ingolstadt.  
von  az
Wo ist die Lücke? Die Münchner Jerome Flaake und Jason Jaffray (links) suchen sie vor dem Ingolstädter Kasten.
Wo ist die Lücke? Die Münchner Jerome Flaake und Jason Jaffray (links) suchen sie vor dem Ingolstädter Kasten. © sampics/Augenklick

Der EHC Red Bull München hat die zweite Wochenend-Niederlage gerade noch verhindern können: Nach der Pleite in Iserlohn zitterte sich der Titelverteidiger zu einem 3:2 nach Penaltyschießen gegen den ERC Ingolstadt.

München - Ein Punkt also auch für den oberbayerischen DEL-Rivalen: Der EHC Red Bull München hat das Derby gegen den ERC Ingolstadt mit 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0) nach Penaltyschießen gewonnen.

Vor 3.570 Zuschauer im Olympia-Eisstadion lagen die Münchner bereits mit 0:2 in Rückstand. Keith Aucoin und Deron Quint egalisierten mit ihren Treffern im zweiten und dritten Abschnitt die Gästeführung und retteten die Red Bulls in die Verlängerung. Die fünfminütige Verlängerung blieb torlos, im Penaltyschießen sicherte Kapitän Michael Wolf seiner Mannschaft den Zusatzpunkt.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Ingolstadt. Thomas Pielmeier zog nach neun Sekunden aus spitzem Winkel ab und überraschte Danny aus den Birken im kurzen Eck. München erholte sich aber schnell von diesem Schock. In der Folge entwickelte sich eine offene Partie, der die großen Höhepunkte fehlten.

Lesen Sie hier: Wiesn-Playmate -

Weil die Defensivreihen beider Teams gut standen, blieb es bis in die Endphase des ersten Drittels bei der knappen Gästeführung. In der 18. Minute erhöhten die Panther durch Martin Buchwieser auf 0:2. Der ERC-Angreifer reagierte nach einem Abpraller am schnellsten, umkurvte das Tor und traf per Bauerntrick.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnten die Red Bulls ein Powerplay nicht nutzen, auf der Gegenseite verpasste es Danny Irmen, einen Scheibenverlust der Münchner zu bestrafen (23.). München fand nach Ingolstadts Chance besser in die Partie und drückte die Gäste in deren Zone.

Lesen Sie hier: Peinliche Pleite des EHC in Iserlohn

Bis in die 35. Minute hielt Timo Pielmeier die Null, dann durchbrach Keith Aucoin den Bann. Er verwertete ein Zuspiel von Brooks Macek mit einem Schuss unter die Latte und verkürzte auf 1:2. Noch vor der zweiten Pause hatten die Red Bulls die große Chance auf den Ausgleich, die Gäste konnten den auf der Torlinie liegenden Puck aber im letzten Moment klären.

Erster Saisontreffer für Michael Wolf

Auch wenn die Red Bulls einen Treffer aufholen mussten, gehörten die ersten Minuten im Schlussabschnitt den Schanzern. In der 50. Minute scheiterte Jason Jaffray an Timo Pielmeier, im direkten Gegenzug konnte Tomas Oppenheimer Danny aus den Birken nicht bezwingen.

Die Münchner machten nun viel Druck - und das zahlte sich in der 57. Minute aus, als Deron Quint per Schlagschuss den 2:2-Ausgleich erzielte. In der Verlängerung hatten beide Teams Möglichkeiten auf den Sieg, ein Treffer fiel jedoch nicht mehr.

Im Penaltyschießen traf Kapitän Michael Wolf traf im Shootout als Einziger und erzielte seinen ersten Saisontreffer. Danny aus den Birken hielt alle drei Versuche der Ingolstädter. "Wir haben nicht gut angefangen, sind jedoch immer besser ins Spiel gekommen. Wir sind defensiv gut gestanden und hatten viele Chancen. Ich bin froh, dass mein Penalty reingegangen ist. Am Ende haben wir verdient gewonnen", sagte Wolf.

Tabellenführer Kölner Haie ließ Verfolger Grizzlys Wolfsburg bis auf einen Punkt herankommen: Der Titelkandidat zog gegen die Niedersachsen am Sonntag daheim mit 2:3 (0:0, 2:3, 0:0) den Kürzeren.