Dominik Kahun: Juwel mit Feinschliff

Der erst 21-jährige Dominik Kahun ist die große Sensation beim EHC Red Bull München. Er führt die Scorerliste an. Trainer Don Jackson lobt: „Gute Entwicklung!“  
von  Matthias Kerber
Da kann man nur den Hut ziehen: EHC-Star Dominik Kahun.
Da kann man nur den Hut ziehen: EHC-Star Dominik Kahun. © GEPA pictures/ho

Der erst 21-jährige Dominik Kahun ist die große Sensation beim EHC Red Bull München. Er führt die Scorerliste an. Trainer Don Jackson lobt: „Gute Entwicklung!“

München - Es ist die inoffizielle Trophäe für den besten Spieler der Partie – der EHC-Hut, den die Fans mit ihren Sprechchören nach den Siegen des EHC Red Bull München vergeben. Wem diese Ehre nach dem 6:2-Erfolg der Münchner (nach 0:2-Rückstand) zuteil wurde, war klar. Es konnte nur einen geben: Dominik Kahun! Einen Treffer vorbereitet, zwei selber erzielt, der 21-Jährige war mit seinem ersten DEL-Doppelpack der Matchwinner. „Es läuft sehr gut. Ich muss mich aber auch bei Mads Christensen und Richie Regehr bedanken, die meine beiden Treffer so mustergültig vorbereitet haben“, sagte Kahun vor der Partie des EHC bei den Eisbären Berlin, „wir haben zwar auch gegen Ingolstadt den Start wieder verschlafen, aber dann sehr gut gespielt.“

Alle. Aber vor allem eben einer. Und so gab es viel Lob für den Jungstar. „Es war ein Sieg der ganzen Mannschaft“, sagte Trainer Don Jackson, der aber hinzufügte: „Die Reihe von Dominik war besonders gut. Er war besonders gut, die Produktivität seiner Sturmreihe war beeindruckend.“ Vor allem die Ausbeute von Kahun ist beeindruckend. Nicht die geholten Superstars Jason Jaffray, Keith Aucoin oder Steve Pinizzotto oder Kapitän Michael Wolf belegen die Spitzenposition in der Scorerliste – sondern Kahun. In 11 Partien machte er, der im tschechischen Planá u Mariánskch Lázní geboren wurde, 14 Punkte (5 Tore, 9 Assists). Damit führt er auch die DEL-Bestenliste nach elf Spielen an. „Erfolgserlebnisse tun mir gut, nach einer guten Aktion läuft es bei mir immer gleich noch besser“, sagt er.

2014 holten ihn die Red Bulls nach München. Zuvor hatte er in der Juniorenliga Ontario Hockey League bei den Sudbury Wolves für Aufsehen gesorgt. Damals hatte Manager Christian Winkler Kahun als „absolutes Juwel“ bezeichnet, das „nur etwas Feinschliff“ braucht. Den hat er nun erhalten. Kahun, das geschliffene Juwel. Vergessen die Zeiten in der Vorsaison, als Jackson Kahun nur langsam an die DEL heranführte, der Jungstar eine Aussprache wollte und einen Wechsel anregte, damit er mehr spielen könnte.

Er hat sich durchgesetzt. In München, beim EHC, bei Coach Jackson. „Dominik hat eine sehr gute Entwicklung gemacht“, sagt der Coach.
Davor kann man nur den Hut ziehen.