Das bringt der Tag bei der Tour de France

Der Nationalfeiertag und der mächtige Col du Portet sind abgehakt, aber es gibt keine Verschnaufpause bei der Tour de France. Heute folgt direkt die nächste Pyrenäen-Etappe. Auf dem Plan steht auch der legendäre Col du Tourmalet.
| dpa
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Der Weg zum Sieg führt auf der 18. Etappe ein weiteres Mal nur über Tadej Pogacar.
Der Weg zum Sieg führt auf der 18. Etappe ein weiteres Mal nur über Tadej Pogacar. © Christophe Ena/AP/dpa
Luz Ardiden

Dieser Tag hat es in sich. Auf der 18. Etappe, die letztmals durchs Hochgebirge der Pyrenäen führt, sind bei der Tour de France zwei Bergriesen der höchsten Kategorie zu überwinden. Was für Sprinter zur brutalen Qual wird, sehen die Klassement-Fahrer als ihre letzte große Chance.

STRECKE: Nur 129,7 Kilometer sind zu absolvieren, doch vor allem die zweite Hälfte ist extrem schwer. Zunächst geht es hinauf zum legendären und 2115 Meter hohen Col du Tourmalet. 17 Kilometer mit einer Steigung von mehr als sieben Prozent sind dabei zu schaffen. Direkt im Anschluss folgt die Abfahrt und danach die letzte Bergankunft dieser Tour in Luz Ardiden, wo Lance Armstrong 2003 erst stürzte - und dann die Konkurrenz um Jan Ullrich düpierte und souverän gewann.

FAVORITEN: Der Weg führt ein weiteres Mal nur über Tadej Pogacar. In den Alpen und Pyrenäen dominierte der 22 Jahre alte Slowene bisher das Favoritenfeld, die einzige kleine Schwäche am Mont Ventoux bekam er sehr schnell kompensiert. Auch die Verfolger sind mittlerweile klar benannt: Jonas Vingegaard aus Dänemark und Richard Carapaz aus Ecuador hielten am Portet lange mit und belegten hinter Pogacar am Mittwoch die Plätze zwei und drei.

GELBES TRIKOT: Dass bei dieser 108. Tour noch ein anderer Profi als Pogacar das Gelbe Trikot trägt, ist kaum vorstellbar. Dafür müsste der amtierenden Champion schon krass einbrechen oder unerwarteterweise das Rennen verlassen. Spannend wird stattdessen, mit welchem Vorsprung der Slowene das Rennen beendet. Er könnte dabei durchaus in die Dimensionen von Lance Armstrong Anfang der 2000er-Jahre vorstoßen.

DEUTSCHE: Von den deutschen Radprofis ist auf der extrem harten Tourmalet-Etappe nicht viel zu erwarten. Zwar beeindruckte Emanuel Buchmann vor zwei Jahren an dem berühmten Pyrenäen-Gipfel mit einer absoluten Top-Platzierung, doch fehlen ihm in diesem Jahr Form und Freiheiten. Er muss eher seinen Kapitän Wilco Kelderman unterstützen.

© dpa-infocom, dpa:210714-99-384621/2

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