Darauf muss man beim Großen Preis von Katar achten

Das Formel-1-Wüstenspektakel unter Flutlicht verspricht jede Menge Spannung. Viel spricht dafür, dass Lewis Hamilton den Titelkampf in der Formel 1 in Katar wieder enger machen kann.
| dpa
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Favorit im Premierenrennen von Katar: Der Brite Lewis Hamilton von Mercedes.
Favorit im Premierenrennen von Katar: Der Brite Lewis Hamilton von Mercedes. © Hamad I Mohammed/REUTERS POOL via AP/dpa
Doha

Lewis Hamilton geht als großer Favorit in das erste Formel-1-Rennen in Katar.

Mit einem Sieg könnte der Weltmeister im Mercedes noch näher an Max Verstappen heranrücken. Der Red-Bull-Pilot hat nur wenige Stunden vor dem Start des Rennens am heutigen Sonntag (15.00 Uhr/Sky) noch einen unangenehmen Termin zu absolvieren.

Vorteil Hamilton

Ganz souverän raste Hamilton in der Qualifikation auf den ersten Startplatz. Zusammen mit seinen Ingenieuren hat er sich stetig verbessern. Gemeinsam wurde am Freitagabend bis nach Mitternacht getüftelt. Eine Woche nach seinem Sieg in Brasilien will der 36-Jährige den Rückstand auf Spitzenreiter Verstappen von derzeit 14 Punkten weiter verkürzen. Gelingt ihm ein starker Start, könnte das schon ein wichtiger Schritt sein. Überholen gilt auf den Losail International Circuit als sehr schwierig.

Nachteil Verstappen

Platz zwei im Qualifying war das Maximum. Doch diesen Platz könnte der 24-jährige Niederländer nachträglich noch verlieren und eine Startplatzstrafe erhalten. Verstappen droht wegen der "Nichtbeachtung der doppelt geschwenkten gelben Flaggen um 18.00 Uhr" Ungemach. Nur vier Stunden vor dem Rennen muss er am Sonntag bei den Rennkommissaren des Motorsport-Weltverbandes Fia vorsprechen und sich erklären. Eigentlich hätte er wegen einer Gefahrensituation sein Tempo verringern müssen, im letzten Abschnitt der Qualifikation soll Verstappen das aber nicht gemacht haben. Für das gleiche Vergehen muss auch Ferrari-Fahrer Carlos Sainz zu den Stewards.

Spielverderber Bottas

"Ich habe nicht viel zu verlieren, und mit zwei Autos gegen einen Red Bull haben wir Optionen", sagte der Finne Bottas, der den zweiten Mercedes steuert. Der 32-Jährige rechnet sich Chancen aus, aus dem Duell von Hamilton und Verstappen als lachender Dritter herauszugehen. "Ich bin überzeugt, dass es eng zugehen wird", sagte der Vizeweltmeister. Viele Chancen auf Siege wird er nicht mehr bekommen, noch drei Rennen fährt er für Mercedes und muss dann sein Cockpit für Supertalent George Russell räumen.

Hoffnungsvoller Vettel

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel glaubt zumindest an Punkte. "Wir sind dieses Wochenende etwas mehr wettbewerbsfähig", sagte der Aston-Martin-Fahrer. Überholen sei zwar schwierig, "aber nicht unmöglich", sagte der 34-Jährige aus Hessen. Im Saisonendspurt würde Vettel gerne noch ein paar mehr Punkte holen. Bei noch drei ausstehenden Rennen ist er mit 42 Zählern nur Zwölfter und liegt damit klar hinter den Erwartungen zurück.

Nur der Anfang

Auf den Tag genau ein Jahr vor der Eröffnung der Fußball-WM feiert die Formel 1 ihre Premiere in Katar. Bislang trugen nur die Motorradfahrer WM-Läufe auf dem Kurs aus. Schon jetzt steht fest, dass das wegen der schwierigen Menschenrechtslage umstrittene Katar ab 2023 mindestens zehn Jahre lang Gastgeber für die wichtigste Motorsportserie der Welt sein wird.

© dpa-infocom, dpa:211120-99-79630/3

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