Beachvolleyballer Thole/Wickler verpassen Halbfinale

Nach den Triumphen in London und Rio gehen die Beachvolleyballer in Tokio leer aus. Nach dem Aus von Laura Ludwig und Margareta Kozuch erwischt es einen Tag später auch Julius Thole und Clemens Wickler.
| Von Maximilian Haupt, dpa
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Clemens Wickler (l) und Julius Thole sind im Viertelfinale ausgeschieden.
Clemens Wickler (l) und Julius Thole sind im Viertelfinale ausgeschieden. © Petros Giannakouris/AP/dpa
Tokio

Die Beachvolleyball-Vizeweltmeister Julius Thole und Clemens Wickler sind wie Olympiasiegerin Laura Ludwig und Margareta Kozuch im Viertelfinale von Olympia ausgeschieden und Fünfter geworden.

In einer Neuauflage des WM-Finals von vor zwei Jahren unterlag das Duo aus Hamburg den Weltmeistern Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski am Mittwoch klar 0:2 (16:21, 19:21). "Wir sind nicht ganz an unser Leistungsmaximum herangekommen. Es tut natürlich weh", sagte Thole.

Erstmals seit 2008 gibt es im Beachvolleyball damit keine Medaille für den Deutschen Volleyball-Verband. 2012 hatten Julius Brink/Jonas Reckermann in London Gold geholt, vor fünf Jahren in Rio war Ludwig mit ihrer damaligen Partnerin Kira Walkenhorst im Finale erfolgreich.

Einmal noch hatten sich Thole/Wickler und Krasilnikow/Stojanowski seit dem WM-Finale gegenübergestanden, auch beim Turnier in Rom gab es eine Niederlage wie in den drei Duellen zuvor. Im Wissen um die Bilanz von 0:4 hatte Wickler im Vorfeld erneut Nervosität befürchtet - ein 2:0 zum Start machte sich da gut. Lange halten konnte das deutsche Duo den Vorsprung aber nicht und geriet beim 6:9 erstmals mit drei Punkten in Rückstand. Scheinbar unbeeindruckt arbeiteten sich Thole/Wickler zurück. Der Satz verlief auf Augenhöhe, ehe die Russen auf 15:19 davon zogen und den Sack wenig später zumachten.

Die Weltmeister wurden dabei im weitestgehend leeren Stadion immer wieder lautstark von einigen Leuten auf der Medientribüne angefeuert. Das Klatschen für gute Aktionen des deutschen Duos aus dem Betreuer-Bereich wirkte dagegen lange verhalten. Einzig Rufe von Olympiasiegerin Laura Ludwig, die einen Tag nach dem eigenen Aus zuschaute, waren gut zu hören, ehe auch andere um DOSB-Präsident Alfons Hörmann emotionaler wurden.

In Durchgang zwei war es erneut immer wieder die Größe der Gegner und die Schärfe der Schmetterbälle, die Thole/Wickler Punkte kosteten. In dem verbissen geführten Duell setzten beide Mannschaften früh auf Challenges und versuchten wirklich alle Möglichkeiten zu nutzen. Mit neun Assen in den vorausgehenden Partien ging Wickler als gefährlichster noch im Turnier verbliebener Aufschläger in die Partie, konnte diese Waffe aber lange nicht einsetzen. Der Punkt zum 12:10 war dagegen schon das dritte Ass der beiden Russen. Als Wickler den Ball knapp ins Aus schmetterte stand es 12:15 und der Druck wuchs. Thole/Wickler gingen mehr ins Risiko und waren beim 18:18 wieder dran - wurden aber nicht belohnt.

© dpa-infocom, dpa:210804-99-706909/3

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