ATP-Tennis: Zverev verpasst dritten Titel in Serie

Am Ende fehlte Alexander Zverev etwas die Kraft. Im Finale von Paris musste sich die deutsche Nummer eins dem Russen Daniil Medwedew in drei Sätzen geschlagen geben. Dennoch kann er dem letzten Höhepunkt der Tennis-Saison zuversichtlich entgegenblicken.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Empfehlungen
Final-Sieger Daniil Medwedew (l) und Alexander Zverev posieren während der Siegerehrung mit den Trophäen.
Final-Sieger Daniil Medwedew (l) und Alexander Zverev posieren während der Siegerehrung mit den Trophäen. © Christophe Ena/AP/dpa
Paris

Alexander Zverev hat seinen dritten Titel in Serie knapp verpasst. Deutschlands bester Tennisspieler musste sich im Finale des Masters-1000-Turniers in Paris dem Russen Daniil Medwedew mit 7:5, 4:6, 1:6 geschlagen geben.

Zuletzt hatte Zverev die beiden Turniere in Köln gewonnen, nun musste er nach zwölf Siegen hintereinander wieder eine Niederlage einstecken. Dennoch fährt der 23-Jährige mit viel Selbstvertrauen zu den ATP Finals der acht besten Profis des Jahres, die am nächsten Sonntag in London beginnen.

Medwedew nutzte nach 2:07 Stunden seinen zweiten Matchball. Im siebten Vergleich mit dem Russen war es für Zverev erst die zweite Niederlage. Letzter deutscher Sieger in Paris bleibt damit Boris Becker. Der dreimalige Wimbledonsieger gewann beim Turnier der zweithöchsten Kategorie vor 28 Jahren im Finale gegen den Franzosen Guy Forget.

Zverev knüpfte gegen Medwedew zunächst an seine starke Leistung aus dem Halbfinale an. Dort hatte er den Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal am Samstag überraschend mit 6:4, 7:5 bezwungen und gegen den French-Open-Champion aus Spanien seinen zweiten Sieg im siebten Aufeinandertreffen gefeiert. Beeindruckende 37 Winner und 15 Asse schlug der 23-Jährige dem an Nummer eins gesetzten Nadal um die Ohren und ließ dem Spanier damit keine Chance.

Auch gegen Medwedew funktionierte der Aufschlag von Zverev wieder sehr gut. Da sich aber auch der Russe zunächst beim eigenen Service keine Blöße gab, blieb der erste Satz komplett ausgeglichen. Erst beim Stand von 6:5 erspielte sich Zverev als erster Spieler drei Breakbälle und nutzt den dritten Satzball nach 42 Minuten zum Gewinn des ersten Durchgangs. Ein lautes "Jaaaaa" von Zverev hallte durch die nahezu komplett leere Accor Arena von Paris.

Doch Medwedew steigerte sich nun und erhöhte deutlich den Druck. Auf der anderen Seite schien Zverev ein bisschen müde zu werden. Zu Beginn des zweiten Satzes konnte die deutsche Nummer eins noch Breakbälle abwehren, doch zum 4:5 musste er erstmals in diesem Finale sein Service abgeben. Nach 1:34 Stunden schaffte Medwedew den Satzausgleich.

Der Russe war nun nicht mehr zu stoppen. Dem Weltranglisten-Fünften gelangen im dritten Satz zwei schnelle Breaks, der Widerstand von Zverev war nun gebrochen. Zwar spielte der gebürtige Hamburger nach wie vor nicht schlecht, doch Medwedew zeigte nun sein bestes Tennis und machte den Titelgewinn am Ende mühelos perfekt.

© dpa-infocom, dpa:201108-99-260448/5

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Empfehlungen