Tennis: Yannick Hanfmann überrascht beim ATP-Turnier in Gstaad

Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer treffen im Halbfinale von Hamburg aufeinander. Der 33-jährige Mayer gewann am Freitag gegen den Argentinier Diego Schwartzman.
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Florian Mayer nach seinem Sieg gegen den Argentinier Schwartzman.
dpa Florian Mayer nach seinem Sieg gegen den Argentinier Schwartzman.

Hamburg/Gstaad - Ein solches Duell zweier Deutscher gab es zuletzt 1992, als sich Becker und Stich gegenüber standen: Erstmals seit 25 Jahren stehen in Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber zwei Deutsche im Halbfinale des Tennisturniers am Hamburger Rothenbaum.

Der 33-jährige Mayer aus Bayreuth gewann am Freitag bei den mit knapp 1,5 Millionen Euro dotierten 111. German Open gegen den Argentinier Diego Schwartzman 6:2, 2:6, 6:3. Zuvor hatte der gleichaltrige Augsburger Kohlschreiber den Argentinier Nicolas Kicker 7:6 (8:6), 4:6, 6:4 bezwungen.

Im ersten Halbfinale treffen am Samstag (12 Uhr) die argentinischen Sandplatzspezialisten Federico Delbonis und Leonardo Mayer aufeinander, danach sind die Deutschen (15 Uhr/Sky) an der Reihe.

Hanfmann erstmals in Vorschlussrunde eines ATP-Wettbewerbs

Tennisprofi Yannick Hanfmann (Karlsruhe) erreichte zum ersten Mal in seiner Karriere ein Halbfinale bei einem ATP-Turnier.

In Gstaad besiegte der 25-Jährige den an Nummer acht gesetzten Portugiesen Joao Sousa mit 6:7 (10:12), 6:2, 6:2. Im Achtelfinale hatte der Karlsruher bereits den an Nummer drei gesetzten Spanier Feliciano Lopez aus dem Turnier geworfen.

Hanfmann, die Nummer 170 der Welt, hatte im Mai in München bei seinem ersten ATP-Start überhaupt die Runde der letzten Acht erreicht. In Stuttgart war es für ihn im Juni bis ins Achtelfinale gegangen.

Kohlschreiber weiter

Nach Florian Mayer (Bayreuth) hatte auch Philipp Kohlschreiber bei den 111. German Open in Hamburg das Viertelfinale erreicht.

Der 33 Jahre alte Augsburger besiegte auf dem Center Court am Rothenbaum Gilles Simon (Frankreich) 6:3, 3:6, 6:2. Gegen den Hamburg-Sieger von 2011 ließ sich Kohlschreiber auch in schwächeren Phasen nicht aus der Ruhe bringen und erreichte verdient die nächste Runde.

"Es war ein toughes Match, Gilles ist ein unangenehmer Gegner", sagte Kohlschreiber: "Das Viertelfinale ist für mich wie ein kleines Finale, das war mein Ziel. Aber natürlich ist der Wunsch da, am Sonntag hier noch zu spielen."

Auf dem Weg dorthin setzt die Nummer 58 der Welt vor allem auf Primärtugenden: "Zaubern will jeder, aber hier muss man ackern." Im Kampf um das Halbfinale trifft Kohlschreiber nun auf den Argentinier Nicolas Kicker, der in der ersten Runde Lokalmatador Tommy Haas aus dem Turnier geworfen hatte.

Acht Deutsche im Hauptfeld

Am Mittwoch war bereits Florian Mayer ins Viertelfinale eingezogen, der Routinier trifft dort auf den an Nummer sechs gesetzten Argentinier Diego Schwartzman. Mayer, Nummer 101 der Welt, rechnet sich dann einiges aus.

"Das Feld ist sehr offen, jeder ist schlagbar", sagte er. Am Abend konnte dann Jan-Lennard Struff nicht nachziehen. Der Warsteiner schaffte es nie, Leonardo Mayer (Argentinien) in Bedrängnis zu bringen und unterlag 2:6, 5:7.

Insgesamt standen acht deutsche Spieler in Hamburg im Hauptfeld, Publikumsliebling Haas schlug auf seiner Abschiedstournee zum letzten Mal in seiner Geburtsstadt auf. Die Zverev-Brüder Alexander und Mischa hatten Turnierdirektor Michael Stich eine Absage erteilt.

Der ehemalige Wimbledonsieger gewann 1993 als bisher letzter Deutscher am Rothenbaum. 

Gojowczyk ausgeschieden

Der Münchner Peter Gojowczyk verpasste beim ATP-Turnier in Atlanta/US-Bundesstaat Georgia das Viertelfinale. Der 28-Jährige verlor im Achtelfinale gegen den an Nummer fünf gesetzten Briten Kyle Edmund 6:2, 4:6, 5:7. Edmund trifft in der Runde der besten Acht auf den topgesetzten US-Amerikaner Jack Sock.

In der vergangenen Woche hatte Gojowczyk beim Rasenturnier in Newport/Rhode Island die Chance auf sein erstes Endspiel auf der ATP-Tour vergeben, als er im Halbfinale am australischen Qualifikanten Matthew Ebden scheiterte.

Lesen Sie hier: Das müssen Sie zum Ungarn-GP wissen

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