Team Europ wehrt sich nach Kräften: Kanada greift zum World Cup

0:1-Rückstand in der Serie "best of three": Die Eishockey-Auswahl Europas hat beim World Cup trotz einer guten Leistung das erste Finalspiel gegen den Olympiasieger und Topfavoriten Kanada mit 1:3 verloren.
| dpa
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Der deutsche Trainer Ralph Krueger bei einer Auszeit seines Teams Europa.
Imago Der deutsche Trainer Ralph Krueger bei einer Auszeit seines Teams Europa.

Toronto - Kanada fehlt noch ein Sieg zum Gewinn des World Cups of Hockey. Der Eishockey-Weltmeister und Olympiasieger gewann am Dienstag (Ortszeit) das erste Finale in der Best-of-Three-Serie gegen die Europa-Auswahl mit 3:1 (2:0,0:1,1:0), tat sich gegen das Team mit vier deutschen Nationalspielern allerdings schwerer als gedacht. Spiel zwei von möglichen drei Finalspielen findet am Donnerstag (Ortszeit) statt.

"Es war unser bestes Spiel in diesem Turnier", erklärte Europa-Kapitän Anze Kopitar. Auch Kanadas Superstar Sidney Crosby lobte den Gegner. "Wir haben viele Fehler gemacht, sie haben uns allerdings auch immer wieder dazu gezwungen", sagte der 29-Jährige nach dem Match. "Wir müssen uns steigern, um am Donnerstag auch das zweite Finale zu gewinnen." Der Stanley-Cup-Sieger der Pittsburgh Penguins war mit zwei Tor-Vorlagen der überragende Spieler auf dem Eis.

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Vor allem die Reihe mit Crosby, Brad Marchand und Patrice Bergeron machte im Air Canada Centre von Toronto den Unterschied aus. Marchand traf nach Vorlagen von Bergeron und Crosby zum 1:0 nach drei Minuten. Bergeron wurde beim 3:1 (49.) von Crosby und Marchand eingesetzt. "Wir haben ein tolles Zusammenspiel entwickelt", schwärmte Kapitän Crosby. Steven Stamkos erzielte nach 14 Minuten das zwischenzeitliche 2:0.

Mitte des zweiten Drittels kam allerdings noch einmal Spannung auf, nachdem der Slowake Tomas Tatar auf Vorlage von Dennis Seidenberg mit seinem dritten Turniertreffer auf 1:2 verkürzen konnte. Die Europa-Auswahl um Leon Draisaitl stand mehrmals kurz vor dem Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an Kanadas Torhüter Carey Price. Bergeron sorgte dann für die Entscheidung.

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Neben Vorlagengeber Seidenberg und Draisaitl kamen auch Christian Ehrhoff und Tobias Rieder zu Einsatzzeiten. Nicht mit von der Partie waren die Torhüter Philipp Grubauer und Thomas Greiss. Die beiden Keeper wurden während des kompletten World Cups nicht vom deutsch-kanadischen Europa-Trainer Ralph Krueger eingesetzt.

"Sehr ärgerlich im Moment"

Im zweiten Spiel am Freitag (02.00 Uhr/MESZ) kann der Gastgeber den Gesamtsieg bereits perfekt machen. "Es ist sehr ärgerlich im Moment", sagte Europa-Coach Ralph Krueger: "Wir sind sehr zufrieden mit unserem Spiel, aber das ist nur noch frustrierender. Ich bin sicher, wir werden im nächsten Spiel einen harten Kampf abliefern."

Für das Team Kanada trafen im ersten Drittel Brad Marchand (3.) sowie Steven Stamkos (14.). Im zweiten Durchgang kamen die Europäer durch einen Treffer des Slowaken Tomas Tatar (28.) nach Vorarbeit von Dennis Seidenberg noch einmal heran, Patrice Bergeron (50.) erzielte dann den Endstand.

"Ich denke, wir können besser spielen, aber letztendlich haben wir einen Weg gefunden, zu gewinnen", sagte Kanadas Superstar Sidney Crosby, der gleich zwei Tore vorbereitete. Vor allem zu Beginn der Begegnung waren die Europäer, die völlig überraschend ins Finale eingezogen waren, den Gastgebern ebenbürtig. 13:9 Torschüsse verzeichnete das Team von Krueger im ersten Drittel.

"Wir haben eine ganze Zeit das Tempo und das Spiel diktiert", sagte Europas Kapitän Anze Kopitar (Slowenien): "Die ersten beiden Gegentore waren unsere eigenen Fehler. Das müssen wir abstellen."

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