French Open: Alexander Zverev in Runde eins gegen Verdasco ausgeschieden

Es läuft weiter nicht gut für die deutschen Tennisprofis in Paris. Neben Mona Barthel und Philipp Kohlschreiber ist auch Hoffnungsträger Alexander Zverev bei den French Open ausgeschieden.
von  AZ/dpa
Für Alexander Zverev war bei den French Open in der ersten Runde Schluss.
Für Alexander Zverev war bei den French Open in der ersten Runde Schluss. © Michel Euler/AP/dpa

Katastrophale Bilanz für die deutschen Tennis-Herren: Nach dem überraschenden Aus von Alex Zverev verlor auch Jan-Lennard Struff sein erstes Spiel. Zwei Damen stehen in Runde zwei.

Paris - Deutschlands große Tennis-Hoffnung Alexander Zverev ist bei den French Open völlig überraschend bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der 20 Jahre alte Hamburger verlor am Dienstag gegen den Spanier Fernando Verdasco mit 4:6, 6:3, 4:6, 2:6.

Die Partie war am Montagabend nach zwei Sätzen wegen Dunkelheit und leichtem Regen abgebrochen worden. Bei der Fortsetzung fand Zverev in Paris nie seinen Rhythmus und konnte zu keiner Zeit an seine guten Leistungen in den Wochen zuvor anknüpfen. Nach dem Titelgewinn in Rom war er sogar als Geheimfavorit gehandelt worden. Doch nach insgesamt 2:53 Stunden war das Turnier für ihn bereits wieder vorbei.

Nach Alexander Zverev verabschiedete sich bei den Herren mit Jan-Lennard Struff auch der letzte Profi: Der 27-jährige Davis-Cup-Profi verlor gegen den Tschechen Tomas Berdych mit 1:6, 1:6, 6:4, 4:6. Damit ist erstmals seit den French Open 2008 bei einem Grand-Slam-Turnier kein deutscher Tennisspieler bei den Herren mehr in der zweiten Runde vertreten. Bei den Damen schafften nur Carina Witthöft und Tatjana Maria das Weiterkommen.

Auch Kohlschreiber und Barthel verlieren

Schon zuvor verabschiedeten sich in Philipp Kohlschreiber und Mona Barthel zwei weitere Deutsche in Paris gleich in der ersten Runde. Kohlschreiber verlor gegen den Australier Nick Kyrgios mit 3:6, 6:7 (4:7), 3:6. Barthel war beim 0:6, 4:6 gegen die Bulgarin Tsvetana Pironkova ebenfalls weitgehend chancenlos.

2008 hatte in Sabine Lisicki nur eine Deutsche die erste Runde überstanden, danach standen in der französischen Hauptstadt immer mindestens sechs deutsche Tennisprofis in Runde zwei.

Kyrgios "eine Klasse besser" als Kohlschreiber

Kohlschreiber stand gegen Kyrgios auf Court 2 im Stade Roland Garros von Beginn an auf verlorenem Posten. "Heute war einfach nicht mehr drin. Er hat eine Klasse besser gespielt als ich", sagte der 33 Jahre alte Augsburger, der bislang eine durchwachsene Saison mit vielen kleinen Verletzungen erlebt. "Die vergangenen drei Wochen waren nicht einfach, weil ich eigentlich sehr gerne auf Sand spiele", sagte Kohlschreiber.

Um wieder in Schwung zu kommen, erwägt er nun sogar einen Start beim Challenger-Turnier im tschechischen Prostejov. "Mein Team und ich werden uns zeitnah entscheiden, ob ich das mache. Auf der einen Seite brauche ich Spielpraxis, auf der anderen Seite will ich mich gut auf Rasen vorbereiten", sagte die deutsche Nummer drei. Auf Rasen will er in der Woche nach den French Open in Stuttgart an den Start gehen.

"Worst Case"

Barthel konnte gegen Pironkova nicht an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen. Im Vorfeld der French Open hatte sie mit dem Titelgewinn beim Turnier in Prag für Furore gesorgt. Doch gegen die Bulgarin lief anfangs nichts zusammen, der ersten Satz war schnell mit 0:6 weg. "Das ist als Start natürlich der Worst Case", sagte Barthel.

Danach steigerte sie sich zwar und lag im zweiten Abschnitt mit 4:1 vorne. Doch dann konnte sie weitere Breakbälle nicht nutzen und verlor wieder ihren Rhythmus. "Ich bin mit meiner Entwicklung in den vergangenen Wochen dennoch sehr zufrieden", sagte Barthel.

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