Ski alpin: Müde Viktoria Rebensburg kassiert Pleite im Riesenslalom

Die kurze Siegesserie von Viktoria Rebensburg endet jäh: Nach dem ernüchternden 14. Platz von Courchevel wirkt sie erschöpft - und freut sich auf die Weihnachtspause.  
| sid
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Statt einen Sieg-Hattrick zu feiern, musste die beste deutsche Rennfahrerin Viktoria Rebensburg in ihrer Paradedisziplin in Courchevel Platz 14 und das schlechteste Ergebnis seit einem Jahr verkraften.
Gabriele Facciotti/AP/dpa Statt einen Sieg-Hattrick zu feiern, musste die beste deutsche Rennfahrerin Viktoria Rebensburg in ihrer Paradedisziplin in Courchevel Platz 14 und das schlechteste Ergebnis seit einem Jahr verkraften.

Die kurze Siegesserie von Viktoria Rebensburg endet jäh: Nach dem ernüchternden 14. Platz von Courchevel wirkt sie erschöpft - und freut sich auf die Weihnachtspause.

Courchevel/München - Viktoria Rebensburg warf den Unglücks-Ski wutentbrannt in den Savoyer Schnee. Platz 14 in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom in ihrem letzten Auftritt vor Weihnachten - das war für die beste deutsche Ski-Rennläuferin ein Schock. Während Wunderkind Mikaela Shiffrin im Zielraum von Courchevel ihren 34. Weltcup-Sieg feierte, schlich Rebensburg ausgelaugt von dannen.

"Es hat nicht so funktioniert", sagte Rebensburg völlig konsterniert, an ihrem habe es nicht gelegen. "Mir geht's ganz okay, gerade tut mir alles weh, aber ich kann Rennen fahren, deshalb bin ich am Start gestanden - und wenn man am Start steht, gibt es keine Ausreden", sagte sie. Aber, fügte sie mit leerem Blick an, "ich brauche mal eine kleine Pause".

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier fand Rebensburgs kleinen Wutausbruch "nicht so passend", seine beste Athletin habe schlicht "keine gute Fahrt" gezeigt: "Viel zu passiv, zu wenig aggressiv, besonders im unteren Teil, wo es nicht mehr so schwierig war."

Maier: "Vicky hat ein Anrecht darauf"

Dort hatte Rebensburg nach ordentlichem Beginn bereits im ersten Lauf viel Zeit verloren, mit Rang fünf aber noch eine passable Platzierung erreicht. 1,06 Sekunden Rückstand auf Shiffrin waren jedoch sehr viel, Rebensburg wollte im zweiten Anlauf "einfach besser fahren". Doch das gelang ihr nicht, am Ende lag sie nach ihrem schwächsten Riesenslalom seit einem Jahr unglaubliche 2,21 Sekunden hinter Shiffrin - inakzeptabel.

"Vicky hat ein Anrecht darauf, dass sie es mal nicht so hinbekommt", betonte Maier, "das ändert nichts an ihrer guten Form und Performance im Riesenslalom. Nobody's perfect."

Zumal die Kreuzbandrisse von Felix Neureuther und Stefan Luitz bei der 28-Jährigen Spuren hinterlassen hätten. "Sie ist eine sensible Skifahrerin, das Thema gibt ihr zu denken", sagte Maier. Die Weihnachtspause bis zum 26. Dezember tue Rebensburg daher gut, "da kommt sie von dem ganzen Thema ein bisschen runter".

Shiffrin: "Fühle mich einfach gut"

Nach stressigen Wochen mit schon neun Weltcup-Rennen und vielen Reisekilometern "soll sie mal ein paar Tage die Füße hochlegen", sagte Maier nachsichtig. Während Rebensburg auf den Parallel-Slalom am Mittwoch in Courchevel verzichtet, strebt die überragende Shiffrin dort den nächsten Erfolg an.

"Ich fühle mich einfach gut", sagte die 22-Jährige - kein Wunder: Der Vorsprung von 0,99 Sekunden auf die Zweite, Riesenslalom-Weltmeisterin Tessa Worley (Frankreich), war eine Machtdemonstration. Eine, mit der sie Rebensburg Platz eins in der Disziplinwertung abjagte, im Gesamtweltcup strebt Shiffrin bei souveräner Führung ohnehin dem nächsten Triumph entgegen. Wie sie das findet? "Cool", sagte sie, und lachte.

Lesen Sie hier: Parallel-Riesenslalom: Schmid scheidet früh aus

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