"Ich war kurz davor, hinzuschmeißen"

Maria Höfl-Riesch hat ein Buch geschrieben – darin verrät die Skifahrerin, dass sie vergangene Saison ans Aufhören dachte. Außerdem geht’s um ihren Mann, die Medien und Kinderwünsche.
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Ski-Star Maria Höfl-Riesch.
dpa Ski-Star Maria Höfl-Riesch.

Maria Höfl-Riesch hat ein Buch geschrieben – darin verrät die Skifahrerin, dass sie vergangene Saison ans Aufhören dachte. Außerdem geht’s um ihren Mann, die Medien und Kinderwünsche

MÜNCHEN Sie ist gerade 27 Jahre alt – und doch hat Deutschland Ski-Königin Maria Höfl-Riesch schon so einiges erlebt: Doppelgold bei Olympia, Gesamtweltcupsiegerin, aber auch schwere Verletzungen. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben: „Geradeaus” (Malik, 19,99 Euro). Mit der „Bunte” sprach sie über:


High Heels und Partys: „Ich fühle mich wohl in High Heels, vielleicht ist das auch ein Tick von mir. Und: Nein, ich gehe nicht jede Woche auf Galas und Partys. Was mir da unterstellt wird in gewissen Medien, aber auch von Funktionären! Manchen kann ich es scheinbar nie recht machen.”


Ihre Gedanken an ein mögliches Karriereende: „Ich war kurz davor, hinzuschmeißen. Ich habe in der Saison viel darüber nachgedacht. Aber das entscheidet man nicht auf die Schnelle. Erst mal war ich froh, dass die Saison vorbei war und wir in den Urlaub fahren konnten. Wir waren auf den Turks- und Caicosinseln und ich habe zu Marcus (Höfl, ihr Ehemann, d. Red.) gesagt: Wollen wir nicht einfach länger bleiben? Das mit dem Skifahren – ich weiß nicht... Das war ja nicht nur ein Tag. Ich hab mir vorher schon überlegt, ob ich mir das weiter antun soll. Ich war wahnsinnig gekränkt. Es tat weh, was da alles abgelaufen ist.”

Probleme mit den Medien: „Mein Umfeld ist professioneller geworden, was auch bedeutet, dass manche Leute nicht mehr so leicht an mich rankommen. Ich kann nicht jedes Interview machen, weil es einfach zu viele wären. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass Marcus mein Ehemann und Manager zugleich ist. Dieses Konstrukt hat Konfliktpotenzial. Ich glaube, dass manche damit ein Problem haben.”

Vergleiche mit Ex-Biathletin Magdalena Neuner: „Sie ist eben ganz anders. Mag Dirndl, spielt Harfe, strickt. So bin ich überhaupt nicht. Man sollte jedem das Seine lassen. Ich mag sie total gern. Aber ich glaube, wir haben völlig unterschiedliche Ideen vom Leben. Sie ist in ihrer oberbayerischen Heimat tief verwurzelt. Ich bin zwar auch in Garmisch verwurzelt, aber jetzt wohne ich in Kitzbühel.”

Den ersten Kuss mit Marcus Höfl: „Es gab einen Disco-Abend im „Paradiso” in München, als wir uns das erste Mal geküsst haben. Wir hatten beide schon ein paar Gläschen Wein getrunken.”

Kinderwünsche:
„Darüber haben wir schon gesprochen, und nicht nur einmal. Ich werde bald 28, ewig will ich nicht warten. Ich freue mich auch schon darauf. Aber alles zu seiner Zeit – und das heißt bei mir: nach der Karriere.”

Pläne für Olympia 2014 in Sotschi: „Es wäre zwar die Krönung, die Karriere mit einem Olympiasieg zu beenden, das ist auch mein Ziel, aber nicht die Bedingung, um zufrieden aufzuhören.”


Die Zeit nach der Sportkarriere: „Vieles mache ich jetzt schon, zum Beispiel Mode. Gerade kommt meine erste Kollektion bei Bogner auf den Markt und wir besprechen bald die nächste. Das will ich auf jeden Fall intensivieren, auch mein Charity-Engagement.”

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