Ein Rastamann am Aumeisterweg

Dennis Brown ist der Hingucker der 96. Tennis BMW Open. Patrick Kühnen freut's: Er ist mehr als überzeugt von dem Newcomer
| Thomas Becker
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"Ein sehr auffälliger Typ": BMW-Open-Turnierdirektor Patrik Kühnen über Tennis-Newcomer Dustin Brown.
dpa "Ein sehr auffälliger Typ": BMW-Open-Turnierdirektor Patrik Kühnen über Tennis-Newcomer Dustin Brown.

Dennis Brown ist der Hingucker der 96. Tennis BMW Open. Patrick Kühnen freut's: Er ist mehr als überzeugt von dem Newcomer

München - Gegen die Dreadlocks von Dustin Brown waren Yannick Noahs Rasta-Zöpfe eine Glatze. Der in Celle als Sohn eines Jamaikaners und einer Deutschen geborene Tennisspieler ist der Hingucker der am Sonntag beginnenden BMW Open auf der Anlage des MTTC Iphitos. Am Samstag trainiert er dort von 16 bis 17 Uhr mit Jugendlichen.


Doch der 26-Jährige ist nicht bloß Farbtupfer, sondern ein Spieler, der in den Geschichtsbüchern steht: als erster Jamaikaner, der ein Match bei einem Grand-Slam-Turnier gewann, vergangenen Herbst bei den US Open. Im Mai hatte er im Hauptfeld von Wimbledon gestanden. Die Weltrangliste führt ihn an Position 101 - seit Ende 2010 unter deutschen Farben.


Mit elf zog er nach Montego Bay in Jamaika, spielte dort Davis Cup, zerstritt sich jedoch mit dem Verband, kehrte 2003 nach seinem College-Abschluss nach Deutschland zurück und tingelte fortan in einem Campingbus zu kleineren Turnieren - bis es vor zwei Jahren richtig aufwärts ging. Turnierdirektor Patrik Kühnen sagt: „Ein sehr auffälliger Typ, der etwas anders spielt als die meisten Spieler der Tour.“

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