Das können Sie von den Olympia-Stars lernen

Die Olympischen Winerspiele in Sotschi laufen – und Freizeitsportler können sich von den Profis einiges abschauen.  
| Ingalena Heuck
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Die Olympischen Winerspiele in Sotschi laufen – und Freizeitsportler können sich von den Profis einiges abschauen.

Die Deutsche Männerstaffel liegt nach einem umkämpften Rennen in Führung, knapp, sehr knapp. Im allerletzten Moment schiebt sich der österreichische Schlussläufer an Simon Schempp vorbei. Die deutsche Staffel wird um 0,1 Sekunden Zweiter. Es sind die winzigen Kleinigkeiten, die zwischen Sieg und gefühlter Niederlage entscheiden. Um international ganz vorne dabei sein zu können, muss alles stimmen: Talent, Charakterzüge und auch das Quäntchen Glück gehören dazu. In den kommenden Wochen werden 151 deutsche Wintersportler um Edelmetall kämpfen.

Auf das Glück wird sich kein Athlet verlassen. Die Leistung muss stimmen, sowohl körperlich als auch psychisch. In der Vorbereitung arbeiten die Athleten daher gezielt mit Sportpsychologen zusammen, die sie auch mental auf Höchstleistungen einstellen, ihnen Ängste und Blockaden nehmen, Wettkampfsituationen simulieren. Olympia, der Traum eines jeden Sportlers. Selbstmotivation, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit werden regelmäßig auf die Probe gestellt, denn auf Höhenflüge folgen nicht selten Niederlagen. Henne oder Ei? Haben erfolgreiche Sportler eine starke Persönlichkeit und können sich aus diesem Grund hochklassig messen? Oder prägt der Sport die Persönlichkeit? Auf alle Fälle können wir uns von den großen Sportvorbildern etwas abgucken, um auf unserem persönlichen Level erfolgreich zu sein! Und zwar so:

Selbstmotivation: Jeden Tag, jeden Moment. Selbst wenn die Lust noch so gering ist, das Wetter miserabel und die Versuchung, auf der Couch zu bleiben, groß, die Schuhe werden geschnürt und das Training absolviert. Besonders dann, wenn es mal nicht so gut läuft, gilt es dranzubleiben und sich seine Ziele vor Augen zu führen.

Für Sie: Motivieren Sie sich an Zielen, die Ihnen Halt geben. In guten Phasen erleben Sie die Freude, in schwierigen müssen Sie sich auch mal durchkämpfen. Klar, das ist nicht immer leicht, aber das positive Gefühl, sich überwunden zu haben, ist dafür umso größer. Rufen Sie sich genau dieses Gefühl in den Kopf, wenn Sie hadern oder versprechen Sie sich selbst eine Belohnung nach getaner Arbeit.

Durchhaltevermögen: Aufgeben? Gibt es nicht. Gekämpft wird bis hinter der Ziellinie, alternative Optionen existieren im Sportlerkopf bestenfalls gar nicht erst. Egal wie lang die Durststrecke ist, wie hart der Kampf, wie weit das Ziel: bis zum Ende wird alles gegeben.

Für Sie: Manche Wege sind steinig, doch so lange das Ziel realistisch und erreichbar ist, sollten Sie sich dafür einsetzen, dieses zu erreichen. Ein Laufwettkampf ist dafür ein guter Test, denn auch hier heißt es durchzuhalten, selbst wenn es schwer wird. Bleiben Sie dran, so schaffen Sie Ihr erhöhtes Bewegungspensum, Ihren 10-km-Lauf oder Halbmarathon wesentlich besser. Besonders in Phasen von Verletzung oder Krankheit scheint der Weg unglaublich lang. Doch dann gilt es einmal mehr positiv zu Denken, denn das beschleunigt erwiesenermaßen die Genesung.

Zielstrebigkeit: Die Basis allen Handelns: das Warum. Jeder Sportler definiert sein persönliches Ziel und auf dem Weg dorthin Zwischenziele. Deutsche Meisterschaften, WM, Olympia. Mit diesen Zielen vor Augen sind Selbstmotivation und Durchhaltevermögen viel einfacher umzusetzen. Dabei gilt es in allen Lebensbereichen konsequent und diszipliniert zu sein.

Für Sie: Definieren Sie Ihr Hauptziel und die Zwischenziele. Diese Ziele sollten dem SMART-Modell entsprechen. SMART steht für S wie Spezifisch, M wie messbar, A wie akzeptiert, R wie realistisch und T wie terminiert. Mit unseren Trainingsplänen haben wir Ihnen schon sportliche Höhepunkte gesetzt: für die Bewegungsmuffel regelmäßige Bewegungseinheiten zu etablieren, für die Gelegenheitssportler ein Halbmarathon, für die Sportliebhaber der Marathon im Herbst. Bleiben Sie dran!

Teamgeist und Kooperationsfähigkeit: Gemeinsam ist jeder stärker als alleine. Gleichgesinnte teilen Freude und Leid, teilen Erlebnisse und lassen in dieser Weise auch schwere Phasen leichter werden. Im Team herrscht ein besonderer Spirit, denn alle ziehen an einem Strang. Konkurrenz fordert jeden Tag aufs Neue heraus und bietet Ansporn.

Für Sie: Suchen Sie sich ein starkes Team im Job, Privat und auch beim Laufen. Mit Gleichgesinnten kommen Sie schneller ans Ziel als alleine. Es gibt verschiedene offene Laufgruppen in München, eine Übersicht dazu finden Sie unter www.lauftreff.de (www.lauftreff.de/lauftreffs/index.html) Dem Laufpartner sagt man bei einer Verabredung weniger schnell ab, als wenn man nur alleine seine Runde drehen würde.

Körpergefühl: Grenzbelastung, aber auch regelmäßiges Training erhöhen die eigene Wahrnehmung für den Körper. Ein Sportler kennt seine Bedürfnisse und besonders auch seine Grenzen und kann rechtzeitig und effektiv darauf reagieren. Das Körperbewusstsein ist erhöht, was dazu führt, dass für Fehlverhalten wie schlechte Ernährung, Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum kein Raum ist.

Für Sie: Lernen Sie Ihren Körper besser kennen, indem Sie regelmäßig Sport machen und ausprobieren, wie sich Ihre Bedürfnisse verändern. Mit dem Lauftraining verändert sich Ihr Körper, geben Sie ihm also die richtige Energie aus hochwertigen Lebensmitteln. Sie werden merken, dass Sie langfristig auch weniger Lust auf einen ungesunden Lebensstil haben werden. Dann werden sich auch Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit verbessern. Probieren Sie es aus!

 

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