Alles wie immer bei Werder: Heim-Niederlage gegen Hertha

Erneutes Heimdebakel statt Neuanfang: Werder Bremen ist auch zu Beginn der neuen Saison an der eklatanten Heimschwäche gescheitert.
| Von Lars Reinefeld, dpa
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Theodor Gebre Selassie (l) von Werder Bremen kommt zu spät, Dodi Luebakio macht das 2:0 für Hertha klar.
Theodor Gebre Selassie (l) von Werder Bremen kommt zu spät, Dodi Luebakio macht das 2:0 für Hertha klar. © Carmen Jaspersen/dpa
Bremen

Die Bremer verloren am Samstag im Weserstadion gegen Hertha BSC mit 1:4 (0:2) und stehen damit nach der Rettung in der Relegation in der vergangenen Spielzeit gleich wieder gewaltig unter Druck. Am kommenden Samstag geht es in der Fußball-Bundesliga zum FC Schalke 04, der nach der 0:8-Klatsche bei Bayern München ebenfalls dringend Wiedergutmachung betreiben muss. Werder hatte in der vergangenen Saison nur zwei Mal vor eigenem Publikum gewinnen können.

Vor 8400 Zuschauern, die nach den neuen Corona-Regeln erstmals wieder ins Stadion durften, erzielten Peter Pekarik (42. Minute), Dodi Lukebakio (45.+2), Matheus Cunha (62.) und Jhon Cordoba (90.) die Treffer für die Hertha, die sich damit für das Pokal-Aus beim Zweitligisten Braunschweig rehabilitierte. Der Ex-Berliner Davie Selke (69.) traf nur zum zwischenzeitlichen 1:3 für die enttäuschenden Bremer, für die die Rückkehr der Fans das einzig Positive blieb.

"Es ist wunderschön, es fühlt sich wieder nach richtigem Fußball an", hatte Bremens Trainer Florian Kohfeldt vor dem Anpfiff bei Sky gesagt. Als um 14.55 Uhr die Werder-Mannschaft zum Aufwärmen auf den Rasen kam, brandete lauter Jubel auf. "Werder, Werder"-Sprechchöre sorgten wieder für Fußball-Atmosphäre im Weserstadion. Wegen Corona war die vergangene Spielzeit ohne Zuschauer zu Ende gespielt worden.

Und Kohfeldt schien den Fans nach der Katastrophen-Saison 2019/20 gleich etwas bieten zu wollen. Der Werder-Coach setzte auf ein offensives 4-3-3-System mit Neuzugang Tahith Chong in der Startelf. Und die Leihgabe von Manchester United machte auf der rechten Außenbahn einige Male mächtig Dampf und deutete an, dass er mit seiner Schnelligkeit eine Verstärkung sein kann.

Doch insgesamt lief bei den Gastgebern nach einer sehr positiven Vorbereitung wenig zusammen. Da auch die Hertha nach dem Pokal-Aus beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig eine Woche zuvor erst einmal auf Sicherheit bedacht war, entwickelte sich eine Partie auf durchschnittlichem Niveau.

Erst kurz vor der Pause gingen die Berliner in Führung. Pekarik schoss nach einer scharfen Hereingabe von Maximilian Mittelstädt aus kurzer Distanz ein. Die Bremer waren nun völlig von der Rolle. Zunächst hatten die Gastgeber noch Glück, dass Schiedsrichter Sascha Stegemann nach einem Foul von Marco Friedl an Pekarik seinen Strafstoßpfiff zurücknahm, weil der Video-Assistent nach Überprüfung festgestellt hatte, dass das Vergehen knapp außerhalb des Strafraums gewesen war. Doch kurz darauf befand sich die Werder-Defensive wieder im Tiefschlaf, was Lukebakio zum 2:0 nutzte.

Die Hertha hatte die Partie nun im Griff, das erwartete Aufbäumen der Bremer nach der Pause blieb aus. Stattdessen erhöhte Cunha auf 3:0 und sorgte damit für die Entscheidung. Das 1:3 durch Selke, der erste Bundesliga-Treffer des Stürmers seit seiner Rückkehr an die Weser im Winter, war für die Norddeutschen zu wenig. Cordoba machte das Bremer Debakel perfekt.

© dpa-infocom, dpa:200919-99-628976/2

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