Alles drin: Wolfsburg will in der Königsklasse überwintern

Ein Sieg, eine Niederlage, zwei Remis - für Wolfsburg ist in der Champions League nach wie vor alles drin. In Sevilla erwartet den VfL aber eine schwere Aufgabe gegen ein sehr erfahrenes Team.
| Von Lars Reinefeld, dpa
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Lukas Nmecha hat bislang in jedem Spiel unter Trainer Florian Kohfeldt getroffen.
Lukas Nmecha hat bislang in jedem Spiel unter Trainer Florian Kohfeldt getroffen. © Friso Gentsch/dpa
Wolfsburg

Im feinen Champions-League-Zwirn machte sich Florian Kohfeldt am Montagmorgen auf die Reise zu seinem ersten Auswärtsspiel in der Fußball-Königsklasse.

Als immer noch ungeschlagener Trainer des VfL Wolfsburg bestieg der 39-Jährige die Maschine am Braunschweiger Flughafen, die ihn und den VfL-Tross ins spanische Andalusien brachte, wo am Dienstagabend (21.00 Uhr/Amazon Prime) der FC Sevilla der Gegner ist.

Kehrt Kohfeldt am Mittwoch als weiterhin unbesiegter Nachfolger von Mark van Bommel nach Niedersachsen zurück, stehen die Chancen sehr gut, dass die Grün-Weißen in der Champions League die K.o.-Runde erreichen. Doch selbst im Falle seiner ersten Niederlage als Trainer der Wolfsburger hätte der VfL nach wie vor die Chance, am letzten Spieltag daheim gegen OSC Lille das Weiterkommen perfekt zu machen.

Ausgeglichene Gruppe

Denn in keiner der acht Vorrunden-Gruppen geht es so eng zu wie in der des VfL Wolfsburg. Kohfeldts Vorgänger van Bommel hatte das bereits unmittelbar nach der Auslosung prophezeit. "Es gibt sicher Gruppen, die schwerer sind. Aber das wissen die drei anderen Vereine auch", hatte der Niederländer gesagt. "In einer Gruppe mit Lille, Sevilla, Salzburg und uns kann jeder jeden schlagen. Das macht es so gefährlich. Diese Gruppe ist sehr ausgeglichen."

Und in der Tat ist in der Gruppe G zwei Spieltage vor Schluss noch alles offen. Vor allem der überraschende Sieg von Lille in Sevilla vor drei Wochen hat die Ausgangslage noch einmal zugespitzt. Salzburg (7 Punkte), Lille (5), Wolfsburg (5) und Sevilla (3) - jeder aus diesem Quartett hat noch die Chance, das Achtelfinale zu erreichen.

Die Wolfsburger werden sich dafür im Vergleich zum 2:2 bei Arminia Bielefeld am Samstag aber deutlich steigern müssen. "Die erste Stunde war nicht gut", räumte Kohfeldt unumwunden ein. "Aber die letzte halbe Stunde war dann in vielerlei Hinsicht Fußball, für den die Leute gern ins Stadion kommen und der vom Tempo her deutlicher dran war an dem, was wir uns vorgestellt hatten."

Nmecha zuversichtlich

Wout Weghorst und Lukas Nmecha sorgten mit ihren beiden Treffern immerhin noch für ein Remis und verdeutlichten, dass das Sturmduo unter Kohfeldt immer besser zusammenfindet. Weghorst beendete mit seinem Treffer seine Durststrecke, Neu-Nationalspieler Nmecha hat bislang in jedem Spiel unter Kohfeldt getroffen. "Wir finden uns immer besser zurecht", sagte Nmecha, der voller Zuversicht nach Sevilla flog. "Ich denke, wir haben eine Mannschaft, die gut genug ist, um da zu punkten", sagte der 22-Jährige.

Ob Kapitän Josuha Guilavogui dabei mithelfen kann, war beim Abflug noch unklar. Der Abwehrchef fehlte in Bielefeld wegen Wadenproblemen, fühlte sich am Montag aber schon wieder besser. Fehlen wird Renato Steffen, der in Bielefeld einen Schlag auf die Wade bekommen hat.

© dpa-infocom, dpa:211122-99-96270/2

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