Shitstorm für Marie Nasemann: Ex-GNTM-Model lässt Kind allein im Hotel

Baby allein zu Haus: Während ihr kleiner Sohn in einem Hotelzimmer schläft, geht Marie Nasemann mit ihrem Partner auswärts essen. Dafür hagelt es Kritik ihrer Follower.
von  AZ
Baby Nummer zwei ist unterwegs, da tobt eine wilde Online-Debatte um Baby Nummer eins - und die Mutterqualitäten von Model Marie Nasemann.
Baby Nummer zwei ist unterwegs, da tobt eine wilde Online-Debatte um Baby Nummer eins - und die Mutterqualitäten von Model Marie Nasemann. © Muriel Liebmann

Marie Nasemann (32) ist gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger - da muss sie sich eine Onlinedebatte über ihre Mutterqualitäten gefallen lassen, die sich gewaschen hat.

Der Grund: Gemeinsam mit Baby Nummer eins und ihrem Ehemann, dem Unternehmer Sebastian Tigges, weilt das Model im Familienurlaub in Florenz. Als der kleine Sohn abends im Hotelzimmer einschläft, beschliesst das Paar, in einer Pizzeria ums Eck ein Glas Wein und etwas Dolce Vita zu genießen. 

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Marie Nasemann in Florenz: Zwischen Maccaroni und Baby-App

Über einem Teller Maccaroni zeigt Marie Nasemann dann eine Babyapp in die Kamera, mit der sie den Schlaf ihres Kindes aus der unmittelbaren Nachbarschaft überwacht - aber eben nicht aus minimaler Distanz zum Babybett. Das Video lädt sie in ihre Instagram-Story hoch.

Und das ist zu viel für manche Gemüter. "Unverantwortlich" finden das einige Fans, die das Model mit empörten Direktnachrichten überhäufen. Andere beschwören Schreckensszenarien über Kindesentführungen aus und Babymorde in Hotelzimmern herauf, alle selbstredend nur möglich als direkte Folge eines angeblichen mütterlichen Fehltritts.

Marie Naseman zu Fans: "Was geht mit Euch?"

Schuldgefühle scheinen diese Einwürfe bei der Adressatin allerdings nicht auszulösen. "Was geht mit Euch?", fragt Marie Nasemann in einer weiteren Story zurück und bekennt: Sie würde - und sie wird - es wieder tun, "solange er so tief schläft".

Und wie vorauszusehen war: Auf digitale Empörung folgt ein veritabler Shitstorm.

Deutschsprachige Medien titeln "Rabenmutter?" und ringen sich dabei mit offensichtlicher Mühe das Fragezeichen hinter der Tiermetapher ab, die sich bezeichnenderweise weder auf Englisch noch auf Französisch übersetzen lässt, noch ein Maskulinum hat.

Wespennest statt Rabenmutterdebatte

Ist Marie Nasemann also eine Rabenmutter, weil sie ihr schlafendes Kind für die Verzehrdauer von ein paar Nudeln allein im Hotel gelassen hat? Die digitale Antwort ist klar - doch zeigt sie vor allem, wie tief ihr Post in ein jahrhundertealtes Wespennest gestochen hat.

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Denn die wesentlich spannendere Frage lautet doch: Weshalb kann ihr Tischgefährte, Kindsvater Sebastian Tigges, selbst im Jahr 2021 noch immer seinen Schnauzer gefahrlos in cremige Pastasauce tauchen, ohne mit dem Jugendamt rechnen zu müssen? 

So wenig die Diskussion also über die Mutterqualitäten des Models aussagt, so viel gibt sie letztlich preis über einige Hundert Digital Natives, deren hasserfüllte Kommentare nichts anderes sind als konventionell, kleingeistig - und erschreckend gestrig.