"Rosenheim-Cops"-Star Karin Thaler: Diese Lüge hat sie viel gekostet

Karin Thaler spricht jetzt über eine langjährige Lüge und hohe Kosten, die sie insgeheim beglich. Auch verrät die "Rosenheim-Cops"-Bekanntheit, warum sie für ihre Mutter tief in die Tasche griff. 
Max Häussler
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Karin Thaler bezeichnet sich als "Meisterin im Vorspielen" und musste tief in die Tasche greifen.
Karin Thaler bezeichnet sich als "Meisterin im Vorspielen" und musste tief in die Tasche greifen. © imago/STAR-MEDIA

Karin Thaler (60) hatte keine einfache Kindheit. Ihre Mutter war spielsüchtig, hat oft monatelang keine Miete gezahlt. Die psychische Erkrankung von Mama Hedwig (†81) prägte das Familienleben immens. Wie groß die Auswirkungen auf Thaler wirklich waren, verrät die "Rosenheim-Cops"-Bekanntheit jetzt in einem Interview.

"Rosenheim-Cops"-Star Karin Thaler: Diese Lüge hat sie viel gekostet

Karin Thaler wuchs gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Anita (58) im niederbayerischen Deggendorf auf. Dort war die Erkrankung von Hedwig Thaler allgegenwärtig – das Geld für den Alltag fehlte an allen Ecken und Kanten. "Die Spielsucht meiner Mutter stürzte uns in Chaos", erzählt ihre berühmte Tochter nun der Zeitschrift "Mach mal Pause". Der Schuldenberg wuchs stetig, sodass Karin Thaler später – als sie ihr eigenes Geld verdiente – aushelfen musste. Ohne dass es Außenstehende bemerkten, zahlte die Schauspielerin für viele Jahre die Rückstände ihrer Mutter. "Ich wurde darauf geeicht, zu lügen", schildert sie. "Mama hat auch immer gesagt: Nach außen hin immer lächeln – was in uns tief drin ist, geht niemanden etwas an. So wurde ich eine Meisterin im Vorspielen." Doch das Lügen hat Thaler viel gekostet. Viel Geld blieb nach dem Abbezahlen der Schulden nicht mehr übrig: "Zu Hause haben mein Mann Milos und ich am Essen gespart."

Karin Thaler über Beziehung zu Mutter: "Ich war co-abhängig"

Die Schauspielerin gilt als absolute Frohnatur und Lebemensch. Das war auch schon früher so: "An diversen Filmsets galt ich als der ewig gut gelaunte Sonnenschein." Dass zu Hause längst nicht alles rosig war, konnte Karin Thaler stets verbergen. Für ihre Mutter opferte sie sich auf – emotional und finanziell. Warum Thaler das getan hat, kann sie sich heute einfach erklären: "Ich war co-abhängig, was ich damals noch nicht wusste. Ich wollte meine Mama immer nur schützen und retten." Ernüchternd muss sich die Schauspielerin eingestehen: "Wirklich gekonnt habe ich es letztlich nicht."

Karin Thaler, ihre Mutter Hedwig und ihre Schwester Anita im Jahr 1988.
Karin Thaler, ihre Mutter Hedwig und ihre Schwester Anita im Jahr 1988. © imago/United Archives

Nach Tod der Mutter: "Heute denke ich voller Liebe an meine Mama"

Karin Thalers Mutter starb 2022. Nach dem traurigen Verlust entschied sich ihre berühmte Tochter dazu, ein Buch zu schreiben. In "Stark, weil ich stark sein musste" erzählt die "Rosenheim-Cops"-Bekanntheit die Geschichte ihrer Mutter und die Beziehung zu ihr. Lügen und Geheimnisse, die Karin Thaler jahrelang mit sich trug, sollten aufgedeckt werden. Wer ihr in all den schweren Jahren eine große Stütze war, ist ihr Partner Milos Malesevic. Seit 30 Jahren gehen die Schauspielerin und der slowenische Musiker gemeinsam durchs Leben.

Karin Thaler und Ehemann Milos Malesevic. Der Musiker ist ihr im Leben eine große Stütze.
Karin Thaler und Ehemann Milos Malesevic. Der Musiker ist ihr im Leben eine große Stütze. © imago/Spöttel Picture

Dass ihre Mutter und die Spielsucht sie viel Kraft kosteten, habe Thaler ihr verziehen. Im Interview mit der AZ verriet sie hierzu im April: "Heute denke ich voller Liebe an meine Mama. Ich habe mich befreit und vergeben. Ich habe nach wie vor ein hohes Energielevel und bin eine extreme Lachwurzn, wie man in Bayern sagt." Die Schauspielerin schaut mit voller Zuversicht und Freude in die Zukunft.

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