Kehrte der Palast Meghans Rassismusvorwürfe unter den Teppich?

Wenige Tage vor der Veröffentlichung einer Neuauflage der Biografie "Finding Freedom" überschlagen sich die Gerüchte in britischen Medien erneut. Besonders pikant: Der Palast soll eine Aufarbeitung der Rassismusdebatte verwehrt haben.
von  AZ
Prinz Harry und seine Frau Meghan sind vom Palast offenbar immer noch schwer enttäuscht. (Archivbild)
Prinz Harry und seine Frau Meghan sind vom Palast offenbar immer noch schwer enttäuscht. (Archivbild) © Phil Nobel/Reuters POOL/AP/dpa

"Die Familie ist erschüttert, zu erfahren, wie herausfordernd die letzten Jahre für Harry und Meghan gewesen sind. Die angesprochenen Themen, insbesondere das der Hautfarbe, sind beunruhigend" - so knapp hatte der Palast seinerzeit auf die schweren, von Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (40) geäußerten Rassismusvorwürfe reagiert.

Cover des Buches "Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family"
Cover des Buches "Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family" © HarperCollins/dpa

Entgegen anderer Wahrnehmungen habe man das Thema "sehr ernst genommen und im familiären Kreis privat besprochen". Wie Omid Scobie und Carolyn Durand in der neuen Auflage des Enthüllungsbuches "Finding Freedom" nun schreiben, soll damit von Palastseite alles gesagt gewesen sein: Demnach sei keine weitere Aufarbeitung erfolgt oder noch geplant.

Die neue Version des Buches soll am 31. August auf den Markt kommen - erweitert um ein Nachwort und weitere Informationen, die für Unruhe sorgen dürften.

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Prinz Harry und Herzogin Meghan bei ihrer Hochzeit 2018.
Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Prinz Harry und Herzogin Meghan bei ihrer Hochzeit 2018. © imago/UPI Photo

Pikante Neuauflage der Harry-und-Meghan-Biografie "Finding Freedom"

Ein Insider aus dem Umfeld von Harry und Meghan hat vorab in der Daily Mail geplaudert, dass die Vorwürfe zwar vorübergehend erfolgreich unter den Teppich gekehrt worden, aber langfristig nicht totzuschweigen seien. 

Dazu seien Mitglieder der königlichen Familie erfreut gewesen, dass Meghan der Trauerfeier von Prinz Philip ferngeblieben war. 

Prinz Harry wiederum soll "zutiefst betrübt" gewesen sein, als er am Remembrance Sunday 2020 keinen Kranz niederlegen durfte. Auch bekräftigt die neue Version offenbar nochmals die Darstellung, Harry und Meghan hätten nach dem Megxit ohne Dianas Erbe "nicht überlebt".

Und zuletzt sollen Palastmitarbeiter falsche Informationen verbreitet haben über die Auseinandersetzung darum, ob und welchen Titel Archie trage. Kurz: Eine Versöhnung zwischen den verhärteten Fronten dürfte auch durch die Neuauflage erneut in die Ferne rücken.