Jörg Kachelmann: Er kommt wieder

Nach seinem Freispruch will Jörg Kachelmann als Wetter-Moderator wieder voll durchstarten – nur die ARD, der alte Arbeitgeber des Wettermanns, ziert sich noch.
von  AZ

 

Die Nachricht über seinen Freispruch hatte noch gar nicht ganz die Runde gemacht, da startete Jörg Kachelmann wieder durch. Ja, er werde wieder als Meteorologie-Moderator einsteigen, verkündete der von ihm gegründete Wetterdienst Meteomedia. Nur die ARD ziert sich noch: Der Sender will den Schweizer erst zurückholen, wenn das Verfahren abgeschlossen ist.

Kachelmann: Der Tag des Urteils in Bildern:

Vorerst erstmal im Kleinen: beim Privatsender „Radio Primavera“ in Aschaffenburg. Dort herrscht eitel Sonnenschein: „Jörg Kachelmann wird weiterhin bei uns auf Sendung sein“, sagt Chefredakteur Marco Maier der AZ. Zwei Auftritte – freitags und samstags – sind es derzeit, mit denen Kachelmann seine Fans beglückt. Bei diesem Engagement werde es auf jeden Fall bleiben, sagt Maier. Aber auch eine Ausweitung der Auftritte ist nicht ausgeschlossen: „Das haben wir bisher noch nicht besprochen. Ich halte das Engagement noch für ausbaufähig, aber wir wissen nicht, was Meteomedia und Herr Kachelmann dazu sagen. Außerdem ist das natürlich auch eine Frage des Budgets.“

Denn jetzt Kachelmann auch wieder Größeres vor. Voll einsteigen wird der 52-Jährige beim Schweizer Dienst Meteomedia, den er gegründet hat und dessen Präsident er auch während des Prozesses geblieben ist. In einer Stellungnahme des bei St. Gallen ansässigen Unternehmens heißt es: „Wir freuen uns über den längst überfälligen Freispruch unseres Firmengründers. Er wird ab sofort seine ganze Kraft wieder der Meteomedia Gruppe widmen können.“ Dazu gehören neben seinem Engagement bei Primavera auch Kommentare bei Radio Basel und Twitter.

Aber auch eine Rückkehr Kachelmanns in die öffentlich-rechtliche Wetteransage hält Meteomedia für möglich. Eine Sprecherin zur AZ: „Wir schließen auch weitere Auftritte nicht aus, dazu gehört auch die ARD.“ Doch die blockt noch: „Solange das Verfahren nicht endgültig abgeschlossen ist und das Urteil keine Rechtskraft erlangt hat, sieht die ARD in dieser Angelegenheit keinen Handlungsbedarf“, so ein Sprecher des Ersten.