Heinz Rudolf Kunze wirft Nena "unverantwortliches Verhalten" vor

Sängerin Nena wurde für ihre Aussagen bei einem Konzert in Berlin harsch kritisiert. Auch Musiker Heinz Rudolf Kunze findet ihr Verhalten "unverantwortlich", erklärte er in einem Interview.
von  (hub/spot)
Heinz Rudolf Kunze bei einem Auftritt in Erfurt.
Heinz Rudolf Kunze bei einem Auftritt in Erfurt. © imago/Karina Hessland

Musiker Heinz Rudolf Kunze (64) hat seine Kollegin Nena (61) scharf kritisiert und ihr "unverantwortliches Verhalten" vorgeworfen. Der Grund: Ende Juli hielt sich bei einem Konzert der Sängerin in Berlin nicht das gesamte Publikum an die Corona-Auflagen. In den sozialen Medien kursierte ein Video-Mitschnitt, in dem Nena unter anderem erklärt: "Mir wird hier gedroht, dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure Boxen geht." Sie überlasse es jedoch ihren Fans, "ob ihr das tut oder nicht". Und: "Das darf jeder frei entscheiden, genauso wie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht."

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Daraufhin gab es viel Kritik an Nena. Und auch Kunze attackiert die 61-Jährige nun dafür: "Ich verurteile das aufs Allerschärfste", sagte er im Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester" des "Kölner Stadt-Anzeiger". Wenn Nena ihre eigenen Konzerte riskieren wolle, sei das ihre Sache. "Sie hat vermutlich Geld genug, um sich das leisten zu können. Aber durch ihr unverantwortliches und blindes Verhalten gefährdet sie nicht nur ihre eigenen Konzerte, sondern die Konzerte von uns allen."

"Dankbar und demütig an die Sache rangehen"

Im "Wochentester"-Podcast, an dem auch das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND) beteiligt ist, sprach Kunze zudem über Helge Schneider (65). Der Musiker hatte zuvor Auftritte bei der "Strandkorb Open Air"-Reihe abgesagt: "Es ist Helges Sache, wenn er mit den Umständen nicht zufrieden ist und sie ihm nicht behagen", so Kunze und fügte hinzu: "Aber: Ich habe auch Autokino-Konzerte gespielt, ohne mich darüber zu mokieren, dass die Leute da hinter Blech sitzen. Ich freue mich, wenn die Scheinwerfer blinken und die Scheibenwischer sich bewegen. Und wenn die Hupen gehen als Zeichen von Applaus. Das alles ist doch besser als gar nichts." Man müsse "auch mal ein bisschen dankbar und demütig an die Sache rangehen".

Helge Schneider hatte im Juli ein "Strandkorb Open Air"-Konzert abgebrochen, weil er sich von Gastronomie-Mitarbeitern gestört fühlte, wie er später klarstellte. Diese hätten den Gästen ständig Getränke gebracht und seien direkt vor der Bühne umhergelaufen. Später wurde bekannt, dass der 65-Jährige alle Auftritte bei der "Strandkorb Open Air"-Reihe absagt.