Franziska van Almsick warnt vor mehr Bade-Toten wegen Corona-Maßnahmen

In der TV-Talkshow "3nach9" unterstreicht Franziska von Almsick (42) die elementare Bedeutung des Schwimmunterrichts und warnt vor Bade-Toten in der Corona-Saison. Durch die strengen Maßnahmen im Lockdown hätten viele den Umgang mit Wasser nicht lernen können.
von  AZ
Franziska van Almsick in der Talkshow "3nach9".
Franziska van Almsick in der Talkshow "3nach9". © Radio Bremen/Frank Pusch

Freibäder dürfen wieder offen haben – ein kleiner Schritt in Richtung Normalität nach der Corona-Krise ist getan. Auch Ex-Schwimm-Star Franziska van Almsick begrüßt diese Entscheidung, warnt bei "3nach9" allerdings vor leichtsinnigem Verhalten mit lebensgefährlichen Folgen. 

Wegen geschlossener Bäder: Van Almsick sorgt sich um Nicht-Schwimmer

"In diesem Sommer laufen wir Gefahr, viele Kinder oder erwachsene Menschen zu verlieren, weil sie den Umgang mit Wasser in den letzten Monaten nicht üben konnten", so von Almsick am Dienstagabend. Jeder zweite Drittklässler könne in Deutschland nicht sicher schwimmen, so die 42-Jährige zu Moderator Giovanni di Lorenzo.

Schwimmunterricht sollte in der ersten oder zweiten Klasse stattfinden, findet die Sportlerin. Doch die Realität sehe häufig anders aus: "Es gibt wahnsinnig viele Familien, die ihre Kinder gerne zum Schwimmunterricht bringen möchten, aber dafür gibt’s mittlerweile Wartelisten." Viele Gemeinden verfügen über keine eigene Schwimmhalle mehr, resümiert van Almsick.

Die mehrfache Welt- und Europameisterin setzt sich mit ihrer Stiftung dafür ein, dass flächendeckend Schwimmunterricht angeboten werden kann. "Schwimmen lernen ist elementar. Das ist etwas, was die Kinder einfach können müssen", erklärte sie bei "3nach9". Leider würden die Prioritäten bisweilen anders gesetzt: "Da ist es wichtiger, dass das Kind schon Chinesisch in der ersten Klasse hat."

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