Der verliebte Künstler

Arne Quinze — das ist doch der neue Mann von Barbara Becker? Genau. Doch der Belgier ist vor allem eines: Künstler. Im AZ-Interview spricht er über Kunst, Babs, und seine Patchwork-Familie.
von  Abendzeitung
Arne Quinze und seine Frau Barbara Becker
Arne Quinze und seine Frau Barbara Becker © dpa

Arne Quinze — das ist doch der neue Mann von Barbara Becker? Genau. Doch der Belgier ist vor allem eines: Künstler. Im AZ-Interview spricht er über Kunst, Babs, und seine Patchwork-Familie.

Der Mann an Barbara Beckers (43) Seite — so ist Arne Quinze (38) in Deutschland bekannt. Was hingegen nur wenige wissen: Der Belgier ist ein in Fachkreisen geschätzter Künstler. Gestern hat er in München gezeigt, dass er keineswegs im Schatten seiner Frau steht. Um auf das viel diskutierte Kunstareal rund um die Pinakotheken aufmerksam zu machen, inszenierte der Kreative dort symbolische Eckpfeiler. Dies geschah auf Einladung der Galerie „Thomas Modern“, in der Quinzes Ausstellung heute Abend Eröffnung feiert. Im Interview mit der AZ zeigte sich Quinze auch ein Jahr nach der Hochzeit noch verliebt: Er hielt die ganze Zeit Händchen mit seiner Babs.

AZ: Herr Quinze, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Hochzeitstag. Sie sind heute ein Jahr mit Barbara Becker verheiratet? Wie wird gefeiert?

ARNE QUINZE: Das bleibt unser Geheimnis (lächelt).

Letztes Jahr haben Sie hier in München die Skulptur „The Traveller“ vor dem Karstadt Oberpollinger aufgestellt. Haben Sie eine besondere Verbindung zu dieser Stadt?

Eigentlich nicht. Aber ich mag München, bin gerne hier. Zur Wiesn sind wir aber leider nicht mehr in der Stadt, davor geht’s wieder nach Miami.

Ihre aktuelle Ausstellung heißt „My Home, My House, My Stilthouse“. Wann und wo fühlen Sie sich Zuhause?

Dafür braucht’s nicht viel. Mein Zuhause kann schon ein Tisch sein, an dem ich gemütlich mit meiner Familie und Freunden sitze, und mit ihnen Zeit verbringe.

Sie sind mit 15 Jahren von zu Hause weg gegangen und haben als Straßenkind gelebt. In wie weit beeinflusst dieses Erlebnis die Erziehung Ihrer eigenen vier Kinder?

Ich versuche meinen Kindern alles zu geben, was ich habe. Besonders wichtig ist es, ihnen Hoffnung zu geben.

Sind Sie auch an der Erziehung von Barbaras Söhnen beteiligt? Sehen Sie sich als Stiefvater oder eher als guter Freund der Kinder?

Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie darüber nachgedacht. Wir sind einfach eins.

Das klingt nach einer perfekten Patchwork-Familie. Wollen Sie und Barbara auch gemeinsame Kinder?

Nein, wir wollen keine weiteren Kinder mehr. Meine Familie steht an erster Stelle und ich bin immer für sie da. Wie gesagt: Wir sind einfach eins. Interview: Sarah Trinler