"Danke Deutschland!" - Härtetest im Dschungel

Krasse Sprüche, harte Prüfungen und Kandidaten, die wissen, dass sie alles zeigen müssen: Die vierte Staffel des Dschungelcamp ist bisher offenbar voll nach dem Geschmack der TV-Zuschauer.
von  Abendzeitung
Geht sie jetzt völlig Baden? Party-Girl Giulia Siegel spielt das Trash-Teufelchen sehr überzeugend.
Geht sie jetzt völlig Baden? Party-Girl Giulia Siegel spielt das Trash-Teufelchen sehr überzeugend. © RTL

Krasse Sprüche, harte Prüfungen und Kandidaten, die wissen, dass sie alles zeigen müssen: Die vierte Staffel des Dschungelcamp ist bisher offenbar voll nach dem Geschmack der TV-Zuschauer.

Geht doch: Mehr als fünf Millionen Zuschauer schalten im Durchschnitt die neue Staffel von «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!» ein. Und RTL weiß offenbar, was die Zuschauer wünschen. Die Moderatoren Dirk Back und Sonja Zietlow lästern nach Kräften über die B-Prominenz im Camp. Schließlich war die vergangenen Staffel, aus der Ross Antony als Dschungelkönig hervorging, tatsächlich ziemlich langweilig. Die bemühte Harmonie der Promis führt zu einem «Kuschel-Camp», das, so Dirk Bach vergangene Woche in der Auftakktfolge zu seiner Kollegin, irgendwie echt «sch...» war. So handfest bis vulgär ging es seitdem weiter.

Quält mich...

Die zweite Dschungelprüfung, zu der die Zuschauer die transsexuelle Lorielle schickten (Kommentar: «Danke Deutschland!«), bot gleich Klassiker der TV-Show, wie etwa einen Cocktail aus Känguru-Penissen (Penis-Colada), den die /der 25-Jährige verspeisen musste. Der Daniel-Küblböck-Alarm (wegen akutem Jammersyndrom) aber blieb aus - Lorielle alias Lorenzo meisterte auch einen Käfersaft-Cocktail, lebende Würmer und Straußenei-Schnäpse. Zur Belohnung gab es die Höchstpunktzahl von zehn Sternen und somit auch zehn Essensportionen für die zehn Teilnehmer.

Die dritte Dschungelprüfung wiederum ereilte am Sonntagabend dann Giulia Siegel. Frei nach dem Motto »Quält mich, ich bin (k)ein Star« wurde das Model von den TV-Zuschauern, die per Anruf entscheiden, in die «Kammer der Schreckens» geschickt - und das trotz (oder gerade?) wegen vorher öffentlich erklärter Platzangst. Noch mal zum Mitschreiben: «Ich habe eine Spinnen-, Wasser-, und eine allgemeine Klaustrophobie. Dazu starke Angst vor Dunkelheit», so Siegel zu ihren beiden Begleitern.

Egal, denn nun wurde die 34-Jährige an Armen, Beinen sowie mit einem Hüftgürtel angekettet. An rostigen Kettenschlössern hingen die begehrten Sterne, die sie lösen musste. Das jedoch bald unter Wasser, denn der Wasserspiegel in der völlig dunklen Kammer steigt schnell. Insgesamt holte Giulia sechs Sterne, und das offenbar dank eines Psycho-Tricks. Siegel: «Ich habe mir vorgestellt, dass ich am Strand etwas verloren habe, ich suche danach und die Flut kommt. Nur dadurch konnte ich die Prüfung meistern.» Genützt hat ihr das nur bedingt: Auch für die Prüfung am heutigen Montag wurde die Tochter von Schlager-Komponist Ralpf Siegel ausgewählt. Diesmal heißt es für sie «Still gestanden», in einer gläsernen Box, in die auch Tiere gelassen werden. (nz)