Bonos "Stimme war komplett weg": Konzert in Berlin abgebrochen

Das U2-Konzert in Berlin musste am Samstagabend abgebrochen werden. Bono habe seine Stimme komplett verloren, heißt es von der Band.
von  (hub/spot)

Die irische Rockband U2 ("Songs Of Experience") musste am Samstagabend ihren Auftritt in Berlin abbrechen. In einem Statement, das auf der Website von U2 veröffentlicht wurde, heißt es dazu: "Die Absage heute Abend tut uns so leid. Bono hatte vor der Show eine großartige Form, war gut bei Stimme und wir freuten uns alle auf die zweite Nacht in Berlin, aber nach ein paar Liedern verlor er seine Stimme komplett." Zudem erklärten Adam Clayton (58), Larry Mullen (56) und The Edge (57) über ihren 58-jährigen Frontmann: "Wir wissen nicht, was passiert ist und wir holen medizinischen Rat ein."

 

Die Hits von U2 gibt es hier

U2 hofft zudem auf das Verständnis des Publikums und bedankt sich "für die Unterstützung der Fans in Berlin und von denen, die von weither angereist sind". Auf Twitter, wo das Statement ebenfalls veröffentlicht wurde, gibt es bereits zahlreiche Genesungswünsche an Bono: "Bono, alle deine Fans lieben dich", heißt es da, oder: "Solange es dir gut geht, können wir mit einem abgebrochenen Auftritt leben. Jeder dort hätte Bono umarmt, wenn es ginge. Hoffe, er ist sehr bald in Bestform zurück." Ein anderer Fan schreibt: "Macht euch um uns keine Sorgen, wir lieben euch, Jungs, und wissen, ihr trefft solche Entscheidungen nicht leichtfertig."

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Auf der U2-Fanseite "Atu2" hieß es über das Konzert am Samstagabend: "Bono sagte, dass er nicht sicher sei, was passiert ist am Ende von 'Red Flag Day'." Zudem wird er mit den Worten zitiert: "Ich denke, es ist der Rauch. Ich kann euch versprechen, ich habe nicht geredet, aber das ist wie eine gigantische Zigarre - ich habe meine Stimme verloren und weiß nicht, was ich tun soll."

Bono kritisiert rechte Ausschreitungen in Chemnitz

Bei seinem Auftritt am Tag zuvor in Berlin zum Start der U2-Europatour hatte Bono die rechten Ausschreitungen in Chemnitz scharf kritisiert. "Solche Leute gehören nicht zu Europa und diesem Land", rief der 58 Jahre alte Sänger. Während der Show tauchte zudem der Slogan "#wirsindmehr" auf dem Bühnen-Bildschirm auf. Die Menge applaudierte und jubelte. Für Montag haben unter dem Hashtag #wirsindmehr unter anderem Kraftklub, die Toten Hosen und Feine Sahne Fischfilet als Gegenprotest zu den rechten Krawallen zu einem kostenlosen Konzert nach Chemnitz eingeladen.