Weitere Bootsmigranten im Mittelmeer gerettet

Auf der Suche nach einem besseren Leben: In zumeist überfüllten Booten legen die Migranten von den Küsten Libyens oder Tunesiens ab. Die Fahrt ist lebensgefährlich.
| dpa
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Eine Gruppe mutmaßlicher Migranten aus Tunesien treibt auf zwei Booten im Mittelmeer vor der Insel Lampedusa (Archivbild).
Eine Gruppe mutmaßlicher Migranten aus Tunesien treibt auf zwei Booten im Mittelmeer vor der Insel Lampedusa (Archivbild). © Santi Palacios/AP/dpa
Rom

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat in der Nacht zu Dienstag mehr als 60 Bootsmigranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. An Bord der "Geo Barents" seien damit nun rund 320 Gerettete, teilte die Organisation auf Twitter mit.

Zunächst hatte die Besatzung etwas mehr als 30 Menschen, darunter ein zwei Wochen altes Baby, an Bord geholt. In einer weiteren Rettungsaktion brachten die freiwilligen Helfer knapp 30 Migranten in Sicherheit.

Die "Geo Barents" hatte bereits in der Nacht zu Montag und am Montagnachmittag mehr als 200 Menschen auf hoher See geborgen. Aktuell sind neben Ärzte ohne Grenzen auch die italienischen Seenotretter der privaten Organisation ResQ im zentralen Mittelmeer unterwegs. An Bord der "ResQ People" sind nach Angaben der Crew rund 165 Migranten. Das Schiff sucht nach einem sicheren Hafen für sie.

Die Migranten legen immer wieder von den Küsten Libyens oder Tunesiens in kleinen, meist überfüllten Booten ab, um die EU in der Hoffnung auf ein besseres Leben zu erreichen. Die Überfahrt ist gefährlich, und nicht selten geraten die Menschen in Seenot oder können nicht mehr manövrieren. Bislang starben nach UN-Angaben in diesem Jahr 1010 Migranten im zentralen Mittelmeer. Ein Jahr zuvor waren es knapp 380 gewesen.

© dpa-infocom, dpa:210817-99-869699/3

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