Viele Tote bei Taliban-Attentat auf Militärstützpunkt

Seit Monaten gibt es Friedensgespräche zwischn der Regierung in Kabul und den Taliban. Das hindert die Islamisten aber nicht, ihre Angriffe auf Vertreter des Staates fortzusetzen. Nun haben erneut viele Soldaten ihr Leben verloren.
| dpa
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Mitglieder der afghanischen Sicherheitskräfte stehen am Ort eines Anschlages mit einer Autobombe nahe Nangarhar.
Mitglieder der afghanischen Sicherheitskräfte stehen am Ort eines Anschlages mit einer Autobombe nahe Nangarhar. © Saifurahman Safi/Xinhua/dpa
Kabul

Durch die Explosion einer Autobombe sind in Ost-Afghanistan mindestens 14 Soldaten getötet worden. Vier weitere wurden am Samstagmorgen bei dem Anschlag in der Provinz Nangarhar verletzt, wie der Provinzrat Adschmal Omar sagte.

Der Selbstmordattentäter, der das Auto gesteuert habe, habe es auf einen Militärstützpunkt in dem Bezirk abgesehen gehabt. Örtliche Sicherheitskreise bestätigten derweil einen Bombenanschlag auf den Stützpunkt, ohne jedoch weitere Details zu nennen.

Die militant-islamistischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Ihr Sprecher Sabihullah Mudschahid gab die Anzahl der Toten und Verletzten mit insgesamt 50 an. Sowohl die Taliban als auch die Kämpfer des Islamischen Staates sind in der Provinz aktiv und verüben immer wieder größere oder kleinere Anschläge auf Sicherheitskräfte.

Zwischen Afghanistans Regierung und den Taliban laufen seit Mitte September Friedensgespräche in Doha. Eine Waffenruhe lehnen die Taliban weiterhin ab. Die USA stehen kurz vor dem Abzug von weiteren 2500 Soldaten aus dem Land. Sie hatten Ende Februar 2020 ein Abkommen mit den Taliban unterzeichnet, das einen schrittweisen Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan vorsieht.

Die Taliban wollen wieder an der Macht beteiligt werden. Sie hatten Afghanistan zwischen 1996 und 2001 regiert. Eine von den USA angeführte Militärintervention nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA setzte ihrer Herrschaft ein Ende.

© dpa-infocom, dpa:210130-99-231976/3

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