Venezuela erhält Charge von russischem Corona-Impfstoff

Im August ließ Russland den Crona-Impfstoff "Sputnik V" zu - vor Abschluss wichtiger Tests. Scharfe internationale Kritik war die Folge. Venezuela beteiligt sich dagegen an Phase 3 der klinischen Studie.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Empfehlungen
Glasfläschchen gefüllt mit dem neuen russischen Corona-Impfstoff "Sputnik V" in einem Labor in Moskau.
Glasfläschchen gefüllt mit dem neuen russischen Corona-Impfstoff "Sputnik V" in einem Labor in Moskau. © Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa
Caracas

Venezuela hat nach eigenen Angaben als erstes Land Lateinamerikas und der Karibik den neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" erhalten.

"Es ist ein historischer Moment für das Vaterland! Heute haben wir die erste Charge des Impfstoffs Sputnik V für die Phase 3 der klinischen Studie gegen Covid-19 bekommen", schrieb Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez auf Twitter.

Die Tests mit 2000 Personen sollen diesen Monat in der Hauptstadt Caracas beginnen, wie der staatliche Fernsehsender "Venezolana de Televisión" unter Berufung auf Gesundheitsminister Carlos Alvarado berichtete.

Nachdem Russland im August einen Corona-Wirkstoff zugelassen hatte, kündigte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro an, dass Venezuela an der Studie teilnehmen werde. Russland ist einer der Verbündeten der autoritären Maduro-Regierung. Die Zulassung erfolgte jedoch vor Abschluss wichtiger Tests. Zuletzt hagelte es nach der Veröffentlichung einer Studie im medizinischen Fachblatt "The Lancet" internationale Kritik.

In Venezuela haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 76.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 630 Patienten sind gestorben. Die tatsächlichen Zahlen in dem südamerikanischen Krisenstaat dürften wegen fehlender Tests und mangelnder Information weit höher liegen.

© dpa-infocom, dpa:201003-99-807810/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Empfehlungen