Umfrage: Mehrheit will pragmatischen Klimaschutz

Viele sind zu persönlichen Einschränkungen bereit, um das Klima zu retten. Aber diese Bereitschaft hat auch Grenzen.
| dpa
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Auf das Auto wollen viele nicht verzichten.
Auf das Auto wollen viele nicht verzichten. © Matthias Balk/dpa
Hamburg

Um Umwelt und Natur zu erhalten, sind einer Umfrage zufolge fast drei Viertel der Bürger in Deutschland zu gewissen Einschränkungen von Konsum- und Lebensgewohnheiten bereit.

In einer repräsentativen Online-Erhebung für die Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen erklärten 27 Prozent der Befragten, sie wollten Freiheit und Unabhängigkeit behalten und das Leben genießen, auch wenn dadurch die Umwelt nachhaltig beeinträchtigt werde. 73 Prozent gaben dagegen an, sie würden Einschränkungen zugunsten des Umweltschutzes hinnehmen.

Das sind zwei Prozentpunkte mehr als bei einer ähnlichen Umfrage 2018. Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent findet Klima-Initiativen wie Fridays for Future gut.

Im Alltag haben viele Bürger ihre Lebensgewohnheiten bereits geändert. Knapp zwei Drittel der Befragten trennen ihren Müll, verzichten auf Plastiktüten und benutzen Energiesparlampen. Nur 6 oder 7 Prozent tun das nicht. Auf mehr Ablehnung stieß der Vorschlag, weniger mit dem Flugzeug zu fliegen. 51 Prozent bekundeten, sie machten das bereits, weitere 31 Prozent wären dazu bereit, doch 19 Prozent lehnten das ab.

Beim Verzicht auf das Auto waren die Antworten noch eindeutiger: 23 Prozent sagten, sie übten bereits Verzicht. 20 Prozent können sich das vorstellen, aber 57 Prozent antworteten, sie würden nicht auf ein Auto verzichten wollen. Von allen 24 vorgeschlagenen Maßnahmen stieß die Einführung einer Klimasteuer auf die größte Ablehnung: 68 Prozent sagten Nein, 30 Prozent würden sie akzeptieren.

"Die meisten Bundesbürger sind bereit mitzuhelfen, den Klimawandel zu stoppen, jedoch sollen die persönlichen Einschränkungen dabei möglichst gering sein", fasste der wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stiftung, Professor Ulrich Reinhardt, die Ergebnisse zusammen. Sein Rat: Die Politik sollte den Wandel zu einem grünen Alltag für die breite Bevölkerung so leicht wie möglich gestalten.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-934575/3

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